Wasserschutzzone Rumeln könnte laut Bezirksregierung aufgehoben werden: CDU fordert Planungssicherheit

Wasserschutzzone Rumeln könnte laut Bezirksregierung aufgehoben werden : CDU fordert Planungssicherheit

Die Wasserschutzzone rund um die Wassergewinnungsanlage an der Bonertstraße in Rumeln könnte tatsächlich aufgelöst werden. Dies bestätigte jüngst auch die zuständige Bezirksregierung in Düsseldorf.

Vierzig Jahre hatte das Gebiet Bestandsschutz und weil die Wassergewinnungsanlage seit 2011 kein öffentliches Trinkwasser mehr für die Bürgerinnen und Bürger fördert, sondern an den Getränkehersteller "Niederrhein-Gold Tersteegen" verkauft wurde, um lediglich die Nutzwasserversorgung für das Gewerbe sicherzustellen, bestehe entsprechend kein Grund für eine Fortsetzung der Unterschutzstellung des Gebietes.

Die CDU-Fraktion Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen hatte sich bereits seit langer Zeit für die fristgerechte Aufhebung der Wasserschutzzone eingesetzt, da bei ihrem unnötigen Fortbestand rund 2500 anwohnende Grundstückseigentümer von einer verschärften Kanal-Dichtheitsprüfung und Sonderprüfungen der Öltanks mit jeweils erheblichen Kosten betroffen gewesen wären. Diese können jetzt aller Voraussicht nach aufatmen und das gesparte Geld anderweitig verwenden.

Amtlich ist jedoch noch nichts beschlossen. So gab es wohl im Bereich der Wasserschutzgebiete Gesetzesnovellierungen, die sich eventuell noch auswirken könnten. Und als jüngst das Moerser Versorgungsunternehmen ENNi Interesse an der Wassergewinnungsanlage zur Trinkwasserversorgung andeutete, schien sich die Situation zu verkomplizieren, weil im Landeswassergesetz die Gewährleistung der Wasserversorgung höchste Priorität besitzt.

Daher fragt die CDU-Fraktion Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen für die kommende Bezirksvertretungssitzung bei der Stadt Duisburg nach, "ob es denn noch letzte Einwendungen der beteiligten Städte, der ENNi oder des Kapellener Getränkeherstellers gegeben hat und wann denn genau Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher das formelle Ende des Wasserschutzgebietes verfügt", so Fraktionsvorsitzender Ferdi Seidelt. Die betroffenen Haushalte benötigten endlich Planungssicherheit.

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