: Bürger wollen den Tunnel

: Bürger wollen den Tunnel

Auf Initiative des Meidericher Bürgervereins wurden mit Unterstützung weiterer Institutionen und Vereine in den vergangenen Wochen Unterschriften gesammelt.

Über 4.000 Unterzeichner haben sich dafür ausgesprochen, dass der geplante Aus- und Neubau der A59 auf sechs Spuren zuzüglich je eines Standstreifens pro Richtung in einem Tunnel realisiert wird. Die Unterzeichner der Forderung setzen sich dafür ein, dass insbesondere im dichtbewohnten Kernbereich des Stadtteils und dem bereits jetzt massiv belasteten Duisburger Norden die sehr hohe Abgas- und Lärmbelastung durch den geplanten Autobahnausbau nicht noch weiter zunimmt. Alle Entscheidungsträger sollen sich für die Tunnellösung einsetzen, fordern die Initiatoren im Bürgerverein Meiderich.

Da laufen sie bei der CDU-Bezirksfraktion in Meiderich, der CDU Meiderich und dem Meidericher CDU-Ratsherrn Uli Lüger offene Türen ein. Die Christdemokraten unterstützen damit die Forderung der rund 4.000 Meidericher Bürger. Christof Eickhoff, Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Meiderich: „Der Tunnelbau könnte sowohl für Meiderich als auch für Hamborn und auch für die gesamte Stadt einen sehr großen Gewinn darstellen. In den dicht besiedelten Stadtteilen Hamborn und Meiderich wären die Lärmemissionen deutlich geringer. Einen Ausbau der A59 ohne Tunnel auf sechs Spuren lehnen wir klar ab. Die Trennung von Meiderich durch eine riesige, deutlich breitere und höhere Schneise, als sie jetzt schon existiert, würde die östlichen von den westlichen Bereichen in Meiderich und Hamborn noch weiter entfernen. Teilweise würden Grundstücke verschattet. Vor den Fenstern zahlreicher Wohnhäuser würden sich Lärmschutzwände befinden.“

Dabei sei die Situation so, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eine Autobahn als Ersatz für eine bestehende Autobahn bauen will. Da die jetzige Trasse zu schmal sei, sollten drei Fahrstreifen pro Richtung gebaut werden. Dabei würden vom Bund aus keine städtebauliche Aspekte in Betracht gezogen. Und auch Landesverkehrsminister Hendrik Wüst orakelte bei seinem letzten Besuch gegenüber der Presse: „Ein Tunnel ist sicher schön. Für mich steht aber die Ertüchtigung der Autobahn an erster Stelle. Wer einen Tunnel möchte, muss sich um Städtebaufördermittel bemühen.“