Buchvorstellung in Hamborn

Buchvorstellung in Hamborn

Dieser Tage ist das nunmehr 17. Buch zur Duisburger Stadtgeschichte erschienen, das vielleicht mehr über das Befinden Duisburgs und seiner Bürger aussagt, als die vergangenen Werke. Das Buch wurde vergangene Woche im Ratskeller vorgestellt.

"Duisburger Zechen in historischen Fotografien", so der Titel, wirft Schlaglichter auf eine Zeit als Duisburg noch mit Stolz als "Stadt Montan" bezeichnet wurde. Auch dieses Buch des Sutton Verlags basiert auf den Recherchen des Vereins "Zeitzeugenbörse Duisburg" und entpuppt sich als wahres Kleinod von Ansichten der Stadt, die in weiten Teilen von Fördertürmen dominiert wurde.

Welche Bedeutung diese Wahrzeichen des Kohlebergbaus hatten, mag man auch daran ersehen, dass Zechenansichten mit und ohne Fördergerüst nicht einfach nur auf alten Fotografien erhalten sind. Zechen, Pförtnerhäuschen, Bergarbeitersiedlungen und Zechenlandschaften sind auch auf unzähligen Postkarten zu finden, die von Duisburg in die "weite Welt" geschickt wurden. Man war einfach "stolz" darauf, in einer prosperierenden, aktiven Stadt zu wohnen.

Vergleichbar wäre dies, wenn statt Salvatorkirche oder "Tiger and Turtle" plötzlich Grüße aus Duisburgs mit den beiden schwarzen Riesen (Hochöfen) in Schwelgern illustriert würden. Heute im Grunde undenkbar, oder?

So wird das Buch aber zu einer Zeitreise durch die letzten rund 150 Jahre, wobei die Bilder (fast) alle mit kleinen Texten illustriert sind, die auf Besonderheiten der jeweiligen Situation verweisen. Dabei "hangelt" man sich durch die Stadtteile mit ihren jeweiligen Schächten und Schachtanlagen, wobei bedingt durch die Duisburger Zechenstandorte, die Stadtteile nördlich der Ruhr und westlich des Rheins klar im Vordergrund des Interesses stehen.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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