Machbarkeitsstudie zur Brücke an der Cölve: Behelfsbrücke ist machbar

Machbarkeitsstudie zur Brücke an der Cölve : Behelfsbrücke ist machbar

Eine Machbarkeitsstudie belegt, eine Behelfsbrücke für die marode und seit vergangenen Sommer gesperrte Brückenverbindung an der Cölve ist machbar - und zwar ohne Beteiligung der Deutschen Bahn im Genehmigungsverfahren, da der Bahnverkehr nicht tangiert wird.

Ein vorläufiges Gutachten wurde der so genannten Begleitkommission zur Lösung des "Cölve Brücke"-Problems, bestehend aus Vertretern der Lokalpolitik und betroffenen Bürgern, am Mittwoch im Moerser Rathaus vorgestellt. Vorgesehen ist, eine Behelfsbrücke in die bestehende Brückenkonstruktion einzuschieben. Tragfähige Sockelfundamente, auf denen die Behelfsbrücke aufliegen wird, sind gegebenenfalls noch zu setzen.

Wie geht es weiter? Zunächst muss ein belastbares Gutachten erstellt werden, was mit tatsächlichen Zahlen arbeitet und Grundlage des eigentlichen Plan- und Genehmigungsverfahrens ist. Duisburg und Moers müssen sich jeweils parlamentarisch über eine bereits verabredete Kostenteilung des Behelfbaus verständigen. Im Anschluss muss der Moerser Rat über die Maßnahme entscheiden und erst dann kann die Ausschreibung stattfinden und letztlich der Bau beginnen. Die Kosten sollen sich zwischen 500.000 bis 700.000 Euro bewegen.

Gisela Furch, als Vertreterin der betroffenen Bürgerschaft und Kaufleute in der Kommission meint dazu: "Es ist zwar erfreulich, dass es scheinbar vorwärts geht, aber für uns hier vor Ort, die wir tagtäglich von den Folgen der Brückensperrung betroffen sind, geht das alles viel zu langsam. Geschäftsleute bangen um ihre Existenz und die derer Angestellten, weil Kunden ausbleiben. Und durch den Umgehungsverkehr in die Wohngebiete leidet nicht nur die Wohn- und Lebensqualität, sondern es steigt auch ganz konkret die Unfallgefahr."

Überschlägt man den "fatalen Zeitplan", so würde die behelfsmäßige Brückenverbindung wahrscheinlich erst in zwei Jahren fertiggestellt sein.

Der Duisburger Ratsherr (SPD) Reiner Friedrich ergänzt dazu: "Wir müssen also darauf drängen, dass die erforderlichen politischen Beschlüsse zeitnah gefasst werden und die Absprachen zu Finanzierung durch die Verwaltungen der beiden Städte entsprechend für die Beschlussfassungen vorbereitet werden. Danach kommt es darauf an, die erforderlichen Arbeiten zeitlich so zu koordinieren, dass keine unnötigen Verzögerungen bis zum Bau der Brücke eintreten. Es ging schon zu viel Zeit verloren."

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