Baggern für Boxen

Das Opel-Autohaus an der Ruhrorter Straße ist bald nicht mehr: Letzten Freitag rollte der Abrissbagger an. Jetzt sollen hier Appartements hin — und Lagerboxen.

Vier Geschosse mit Lagerboxen plant die Top Box GmbH auf dem von der Straße aus linken Teil des Geländes, wobei die Lagerboxen Grundflächen von einem bis 20 Quadratmetern haben. Erfahrungsgemäß würden diese für drei Monate im Schnitt angemietet und seien beispielsweise für Ladeninhaber interessant, die ihre Weihnachtsware, weil billiger, schon im Juni einkaufen, berichtet Architekt Louis de Jager, der für Top Box die Planung auf dem Gelände übernimmt. Die Quadratmetermieten pro Monat dürften hier bei 20 bis 25 Euro im Monat liegen, so Top-Box-Geschäftsführer Dmitri Logvinenko, zehn Euro unter den Preisen beispielsweise in München, aber trotzdem im höheren Segment, denn, so Logvinenko: "We are the Ritz-Carlton of self-storage."

Architekt de Jager ist übrigens nicht ganz Duisburg-unerfahren: Von ihm stammen auch die Pläne für das letztlich nicht realisierte Factory Outlet Center in Hamborn. Für die Lagerboxen soll die Genehmigung aber in zwei Wochen vorliegen.

Der Bauantrag für die andere Hälfte des Geländes sollte im Herbst vorliegen — dort sollen Studentenwohnungen und Appartements gebaut werden.

Oberbürgermeister Sören Link fand sich zum symbolischen Abriss ein und freute sich auf neue Plätze für Studenten in Duisburg; Bürgermeister Manfred Osenger freut sich sowieso, wenn in Kasslerfeld mal investiert wird, und durfte deswegen auch die ersten Abbrucharbeiten mit dem Bagger vornehmen.

(Niederrhein Verlag GmbH)