: Ausgeträumt

Es ist die Zeit der Absagenflut. Nun ist es auch in Sachen Traumzeitfestival offiziell: Die Ausgabe im kommenden Juni wird nicht stattfinden, das Festival ist auf Juni 2021 verlegt.

. Auf der Homepage des Traumzeitfestivals wird es einem gerade ganz plastisch vor Augen geführt. Dort läuft ein Countdown. Und dem wurden vergangene Woche mal eben 365 zusätzliche Tage verabreicht. Also in diesem Jahr keine Giant Rooks unterm Hochofen - schade! Was im Prinzip ja spätestens seit der Ankündigung des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August klar war, ist nun hoch offiziell: die Traumzeit 2020 fällt ins Wasser. Das Gute am Schlechten: Es soll, Stand jetzt, eine 2021er-Version geben. Die für dieses Jahr gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Duisburg hat sich die Absage nicht leicht gemacht, wie Kulturdezernent Thomas Krützberg nun nochmals betonte. Das Festival im Landschaftspark Nord sei ein immens wichtiges für die Stadt, „die Absage hat uns alle traurig gemacht“, so Krützberg. Aber das Ganze sei eben auch „eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme für die Gesundheit unserer Besucher*innen, unserer Künstler*innen, unseres Teams und letztlich auch der gesamten Bevölkerung“. Nun gelte es, den Blick nach vorne zu richten. „Wir setzen schon jetzt alles daran, dass die Traumzeit 2021 ein unvergessliches musikalisches Ereignis wird.“

Auch Festivalleiter Frank Jebavy hat die Absage der Traumzeit natürlich geschmerzt. Ihm bleibt auch nicht mehr, als die Energie schon jetzt in die Vorbereitung des nächsten Festivals zu stecken. „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um Traumzeit 2021 zu drei ganz außergewöhnlichen Tagen zu machen, gespickt mit ambitionierter und kreativer Musik.“

Musik und Festivalkonzepte entwickeln sich auch in Coronakrisen-Zeiten weiter. Das Festival werde weiter aktuelle Trends aufgreifen, so Jebavy. „Aber wir werden auch versuchen, einige Programm-Ideen aus diesem Jahr zu verwirklichen.“

Für all diejenigen, die bereits ein Ticket fürs Festival in diesem Jahr erworben haben, stellt sich nun die Frage, was zu tun ist: Es wird die Möglichkeit geben, sich das Geld für die Eintrittskarten zurück zu holen. Gleichzeitig hoffen Jebavy und sein Mitarbeiter-Team aber natürlich, dass möglichst viele Festivalbesucher ihr Ticket behalten und in 2021 einlösen. „Es wäre es eine tolle Unterstützung für die Vorbereitung, wenn ihr Euch den neuen Termin im Kalender vermerkt und Euer Festivalticket einfach mit ins nächste Jahr nehmt“, wendet sich Jebavy direkt an die Freund*innen des Festivals.

Weitere Infos gibt es unter www.traumzeit-festival.de