Auch Duisburger Awo-Betriebe bestreikt

Auch Duisburger Awo-Betriebe bestreikt

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und der AWO NRW ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der AWO Betriebe in NRW am morgigen Dienstag, 29. Januar, zum Warnstreik auf.

Auch in Duisburg und am Niederrhein werden sich Beschäftigte der AWO Kitas, Seniorenzentren, der Beratungsstellen und der Verwaltung an dem Warnstreik beteiligen und an der zentralen Kundgebung in Düsseldorf teilnehmen, erklärt die Gewerkschaft ver.di, die mit einer hohen Streikbeteiligung rechnet und davon aus geht, dass es zu Leistungseinschränkungen an diesem Tag kommen wird. Dafür bittet ver.di um Verständnis. Wie bei jedem Streik, von dem Einrichtungen betroffen sind, in denen Menschen leben, die pflegebedürftig sind, sichert ver.di ihre Versorgung durch Notdienstvereinbarungen ab.

Die Arbeitgeberseite hatte die Forderung der Gewerkschaft ver.di „100 Jahre AWO – 10 mehr Lohn“ nach der ersten Verhandlungsrunde am 9. Januar 2019 mit den Worten „Die Forderungen, die Gewerkschaftsvertreter vorlegten, stammten eher aus dem Zauberhut klassenkämpferischer Phantasien als aus der sozialpolitischen Wirklichkeit“ abgelehnt. Sie bieten 7 mehr Lohn über eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren verteilt.

ver.di fordert mit der durchschnittlichen Erhöhung von 10 eine Angleichung der Löhne an das Lohnniveau im öffentlichen Dienst. „Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeiten,“ erklärt Thomas Keuer, Geschäftsführer ver.di Duisburg/Niederrhein. „Das ist in Zeiten von Fachkräftemangel bei steigendem Bedarf an Fachkräften die einzig richtige Antwort auf die „sozialpolitische Wirklichkeit“. Mir ist völlig unverständlich, warum in der AWO nicht gezahlt werden kann, was im öffentlichen Dienst längt Wirklichkeit ist. Die Kolleginnen und Kollegen leisten bei der AWO professionelle Arbeit und tragen täglich dazu bei, dass die Wirklichkeit sozial bleibt – und zwar konkret in Kitas, Seniorenzentren, Beratungsstellen. Offenbar verschläft die Arbeitgeberseite der AWO gerade, diese alte Organisation der Arbeiterinnen-bewegung zukunftssicher zu gestalten. Gut, dass sich die Beschäftigten einmischen!“

(Niederrhein Verlag GmbH)
Mehr von Stadt-Panorama