7. Philharmonische Konzert

7. Philharmonische Konzert : Totenklage, Trauer und Trost

Um keine andere Komposition Mozarts ranken sich so viele Mythen und Legenden wie um sein Requiem. Auch ohne die Geheimnisse seiner Entstehung, die bis heute nicht restlos geklärt sind, ist es eines seiner erschütterndsten, ergreifendsten und persönlichsten Werke.

Es steht im Mittelpunkt des 7. Philharmonischen Konzerts am 6. und 7. März.

Christoph Prégardien. Foto: Hans Morren

Als Wolfgang Amadeus Mozart in der Nacht zum 5. Dezember 1791 am "hitzigen Frieselfieber" starb, war das Requiem noch unvollendet. Der Auftraggeber — der exzentrische Graf von Walsegg — war anonym geblieben, um die Totenmesse nachher als eigenes Werk ausgeben zu können. Was wiederum die Geburtsstunde zahlreicher Verschwörungstheorien war (Giftmord, Salieri, "Amadeus" ...). Allein schon aus finanzieller Not heraus drang Witwe Constanze Mozart auf rasche Vollendung, was der Mozart-Schüler Franz Xaver Süßmayr besorgte — ein Name, den heute niemand mehr kennen würde, wäre er nicht untrennbar mit Mozarts Requiem verbunden.

Julia Kleiter. Foto: Theodora Richter

Totenklage, Trauer und Trost vereint das Werk, die Schrecken des Jüngsten Gerichts und die Hoffnung auf Erlösung. Die Sonne Mozarts ist verdunkelt, aber sie leuchtet auch hier durch Nacht und Angst.

Elvira Bill. Foto: privat

Der gefeierte Tenor Christoph Prégardien gibt sein Debüt als Dirigent bei den Duisburger Philharmonikern. Vor das Requiem — nach dem naturgemäß nichts mehr kommen kann — hat er weitere Werke Mozarts und Beethovens gesetzt, die tragische Wucht und versöhnliche Friedensbotschaft eindringlich verbinden.

Sebastian Kohlhepp. Foto: privat
(Niederrhein Verlag GmbH)
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