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: 60 Jahre „neue“ Abtei

: 60 Jahre „neue“ Abtei

Am Sonntag, 27. Oktober, feiert die Abtei Hamborn ihre Neugründung vor 60 Jahren. Los geht es um 16.30 Uhr mit einem Orgelkonzert. Auch die Festmesse mit Bischof Overbeck wird musikalisch gestaltet.

1958 war das Ruhrbistum gegründet worden. Ein Jahr später wurde die Abtei Hamborn neu gegründet. Auf Bitten des Ruhrbischofs Franz Hengsbach kamen sieben Prämonstratenser aus dem Kloster Rot an der Rot im Allgäu nach Hamborn und nahmen das Klosterleben in den Gebäuden der alten Abtei wieder auf – soweit sie den Krieg überdauert hatten. Das Klosterleben der 1136 gegründeten Abtei war allerdings schon über 100 Jahre vorher zum Erliegen gekommen, als Napoleon das rechtsrheinische Deutschland mit westlicher Zivilisation bekanntmachte und die Abtei Hamborn, wie nahezu alle anderen Klöster auch, im Zuge der Säkularisation aufgehoben wurde.

Die Wiederbesiedlung allerdings ist eine 60-jährige Erfolgsgeschichte, und das nicht nur, weil Pater Tobias von hier aus regelmäßig zu seinen weltweiten Marathonläufen aufbricht. Der Konvent ist recht schnell gewachsen. Von den sieben Mitbrüdern, die 1959 begonnen haben, lebt heute noch einer. Insgesamt zählt der Konvent derzeit 21 Mitbrüder, von denen allerdings nicht alle in Hamborn eingesetzt sind.

Nicht nur im sozialen Bereich und in der Seelsorge ist das Wirken der Prämonstratenser im Duisburger Norden unverzichtbar, auch als Konzertort spielt die Abtei eine große Rolle. Weshalb es zur Einstimmung auf die Jubiläumsfeierlichkeiten um 16.30 Uhr ein Orgelkonzert gibt. Der Kevelaerer Basilikaorganist Elmar Lehnen und sein Duopartner Hansjörg Fink, Posaune, führen ihre Komposition „Seven“ auf. Die sehr ansprechende Komposition mit sieben Sätzen nach literarischen Fragmenten von Bastian Rütten beschäftigt sich mit der spirituellen Dimension von Schöpfung.

Das im Anschluss um 18.30 Uhr stattfindende Pontifikalamt feiert Diözesanbischof Franz Overbeck mit vier Äbten und fünf Prioren aus mehreren Prämonstratenserabteien. Musikalisch gestaltet wird es vom Ensemble Chaminade unter der Leitung von Abteikantor Peter Bartetzky; zur Aufführung kommt die spätromantische Messe brève en l’honneur de Sainte Anne für Frauenensemble und Orgel von Guy Ropartz, an der Orgel: Friedrich Storfinger.

Anschließend sind alle Besucher zu einem Empfang im Abteizentrum eingeladen.