: 50 Millionen für den Norden

: 50 Millionen für den Norden

Die Stadt Duisburg ist – neben vier Städten in Ostdeutschland – vom Bundesbauministerium für ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt worden. Mit 50 Millionen Euro sollen Projekte im Duisburger Norden umgesetzt werden.

Im Rahmen des siebenjährigen Pilotprojektes, das 2020 startet, soll die Stadt Unterstützung in Höhe von 25 Millionen Euro für Marxloh und Alt-Hamborn erhalten. Damit ermöglicht der Bund eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten. Eine Ko-Finanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro wurde vom NRW-Bauministerium in Aussicht gestellt, so dass für Duisburg ein Eigenanteil von zehn Millionen Euro verbleibt.

Neben Duisburg wurden Rostock, Plauen und Erfurt für die Förderung ausgewählt.

„Die Aufnahme in das neue Programm ist eine riesige und zugleich fundamentale Chance für Duisburg, städtebauliche Veränderungen in Alt-Hamborn und Marxloh zu ermöglichen. Das Projekt wird eine positive Impulsgebung über die Quartiere hinaus für den gesamten Duisburger Norden erzeugen“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link, der sich namentlich beim Duisburger Bundestagsabgeordneten Mahmout Özdemir für dessen Einsatz zugunsten Duisburgs in Berlin bedankte.

Das Programm soll dazu beitragen, zeitgemäße Anpassungsstrategien für klimagerechte Bauprojekte, neue Mobilitätsformen, städtebauliche Innovationen und Projekte für den sozialen Zusammenhalt zu entwickeln.

So sollen an den drei Marxloher Grundschulen sogenannte „Elternlandeplätze“ eingerichtet werden, um auch Familien aus bildungsfernen Schichten den Weg zur Integration zu ebnen. Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung im Regionalzentrum Nord soll umgebaut werden, das Familienzentrum Julius-Birck-Straße erweitert. Sechs bzw. fünf Millionen Euro sind für die städtebauliche und ökonomische Stärkung der Zentren Marxlohs und Hamborn eingeplant. Außerdem sollen die Rhein-Ruhr-Halle und das ehemalige Gesundheitszentrum Parallelstraße abgerissen werden.

13 Projekte sowie ein „Reserveprojekt“ listet die Kostenschätzung auf. In Abstimmung mit dem BMI und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung wurde ein Integriertes Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) als Entwurf für die beiden Stadtteile erstellt. Dieses beinhaltet Projektskizzen sowie ein Gesamtkonzept mit inhaltlichem Fokus auf die Projekte. Im November soll das ISEK dem Rat der Stadt zur Entscheidung vorgelegt werden.