Fieldday der Rheinhauser Funkamateure: 24h-Wellenreiten bis Uruguay

Fieldday der Rheinhauser Funkamateure : 24h-Wellenreiten bis Uruguay

Das Ereignis des Jahres bei den Funkamateuren ist der jährliche weltweite 24 Stunden Kurzwellen-Wettbewerb am ersten Wochenende im September.

Die Rheinhauser "Wellenreiter" zogen mit Sack und Pack, sprich Zelt, Antennen und Funkgeräten zum Essenberger Rheindeich. Die Ruhrkohle AG erlaubte freundlicherweise die Nutzung ihres Geländes am Deich. Mit einer großen Mannschaft waren Zelte und Antennen in kurzer Zeit aufgebaut. Die meisten Aktiven kannten die notwendigen Handgriffe schon aus früheren Aktivitäten. Beim Zeltgestänge kam es, wie jedes Jahr, dann doch kurz zu Diskussionen. Auf große, drehbare Richtantennen wurde diesmal verzichtet, eine universelle Langdrahtantenne wurde zwischen zwei Masten aufgehängt. Die im vorigen Jahr angeschaffte hochmoderne, durch und durch digitale Funkstation sollte im harten 24 Stunden-Betrieb die Bewährungsprobe bestehen.

Das „Küchenzelt“ - die Amateurfunker waren Tag und Nacht rundum versorgt. Foto: Willutzki

Laut Wettbewerbsregeln muss der Strom selbst erzeugt werden. Der Generator, das Kraftwerk, war in der Vergangenheit schon mehrmals das Sorgenkind. Darum wurde ein modernes Gerät angeschafft, ein sogenannter Inverter-Generator. Hochgelobt, besonders für sensible Geräte wie Computer und andere digitale Geräte. Von den unzähligen Oberwellen war da keine Rede. Sieht und hört man ja auch nicht, außer auf Funkfrequenzen, und da laut und deutlich. Aufwendige Filtermaßnahmen waren notwendig, um diese einigermaßen zu beherrschen.

Nach einem kurzen Probelauf begann die heiße Phase dann um 15 Uhr Ortszeit. Ziel war es möglichst viele Länder zu erreichen, und am besten die vom anderen Ende des Globus. Im Gegensatz zum Wetter, purer Sonnenschein, war das Funkwetter gar nicht gut. Die Signale, vor allen von fernen Stationen, waren sehr schwach und immer wieder von Störungen überlagert. Die Ausdauer hat es dann gebracht. Mit wechselnden Teams wurde durchgehend 24 Stunden gefunkt. So wurden 223 Stationen erreicht, praktisch alle Europäer, aber auch z.B. Uruguay und Sibirien. Zu den Japanern wollte es trotz intensiver Bemühungen nicht klappen.

Nicht nur die Mannschaft hat prima durchgehalten, auch das neue Funkgerät und der ebenfalls neue Generator haben sich bestens bewährt. Das bewährte Küchenteam hat die Crew mit allerlei Leckerem vom Grill und einer deftigen Gemüsesuppe nicht nur bei Kräften, sondern auch bei guter Laune gehalten.
Das Resümee: Alles bestens gelaufen, rund 40 Stationen mehr als beim letzten Mal. Dank den Aktiven des Vereins für den hervorragenden Einsatz. In der Schlussbesprechung wurde, wie jedes Jahr, festgehalten, was beim nächsten Mal noch besser gemacht werden kann. Weitere Infos im Internet unter: www.dl0rn.de.

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