: 12,5 Millionen für Schallschutz an der Bahn

: 12,5 Millionen für Schallschutz an der Bahn

Großer Bahnhof auf dem Lidl-Parkplatz an der Friedrich-Ebert-Straße 207 in Beeck: Die Bahn hatte geladen, um die baldige Fertigstellung der Lärmschutzwände entlang der Güterzugstrecke zu feiern.

Insgesamt werden vier Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 4.172 Metern und einer Höhe von zwei bis drei Metern errichtet, wobei rund 95 Prozent der Baumaßnahmen schon fertig sind. Derzeit müssen noch Lücken gefüllt werden, doch schon Ende Dezember will man alle Wände fertig haben. Gebaut werden dazu Betonpfeiler, in die einseitig gelöcherte Aluprofile eingesetzt werden. In den Profilen ist eine Art Steinwolle, die den Schall schluckt. Nachdem schon viel fertig gestellt ist, berichten Anwohner von einer deutlichen Lärmminderung.

Im zweiten Teil des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ werden dann Messungen vorgenommen, um die Orte und Stellen zu finden, an denen der Lärm noch zu laut ist. Solche Häuser können dann mit schalldämmenden Fenstern und/oder Lüftungen versehen werden, um auch hier den Lärm zu mindern. Dazu will die Bahn ab Dezember die jeweiligen Hauseigentümer ansprechen, um ihnen entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Für diesen Teil der Maßnahme stehen rund 100.000 Euro bereit. Die Errichtung der Lärmschutzwände kostete rund 12,4 Millionen Euro.

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG: „Hier in Duisburg profitieren Anwohnerinnen und Anwohner mehrfach vom Lärmsanierungsprogramm des Bundes. In insgesamt drei Maßnahmenbündeln werden im Bezirk Meiderich/Beeck neun Schallschutzwände von über zehn Kilometern Länge errichtet. In Duisburg-Beeck bewirken die bereits fertigstellten drei Meter hohen Lärmschutzwände eine spürbare Entlastung vom Schienenverkehrslärm.“

Und auch Bürgermeister Volker Mosblech freute sich über die umfangreichen Lärmsanierungsmaßnahmen: „In Beeck und Beeckerwerth wird es dank der neuen Wände entlang der Bahnstrecken leiser. Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass es in den Ortsteilen Untermeiderich und Obermeiderich in den nächsten Jahren mit dem Bau von weiteren rund 4,4 Kilometern Schallschutz weitergeht.“

Seit dem Start des Programms im Jahr 1999 haben Bund und Bahn über 1,4 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.800 Kilometern Schienenstrecke und 60.630 Wohneinheiten investiert. Alleine im Jahr 2018 wurden rund 45 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und etwa 100 Millionen Euro ausgegeben.

Wobei Lärmsanierung bei der Bahn nicht nur passiv erfolgt, sondern auch aktiv: So ist man derzeit dabei die Güterzüge selbst leiser zu machen. Dafür werden die Bremsklötze ebenso gegen leisere ersetzt wie Anhänger mit „unrunden“ Rädern zügiger gewartet werden. Denn schon eine Lärmminderung um 10 Dezibel werde vom Menschen als Halbierung des Lärms wahrgenommen.

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