: Bienenmuseum mit neuer Fassade

: Bienenmuseum mit neuer Fassade

Bislang war die Fassade des Duisburger Bienenmuseums eher unscheinbar ockerfarben. In den vergangenen Tagen hat sich dies geändert: Viele bunte Waben und Bienen in ihrer ganzen Farbenpracht zieren nun das Gebäude.

Verantwortlich dafür ist der Fassadenkünstler Marten Dalimot, der den Duisburgern schon von der Gestaltung vieler Strom- und Versorgungskästen bekannt ist. Statt der ehemals eher tristen Farbgebung sind hier nun Waben, Blumen und natürlich unzählige Bienen abgebildet, die den Funktionszweck des Gebäudes eindeutig kennzeichnen.

Verantwortlich ist aber auch die Bezirksvertretung Rheinhausen, die 1.000 Euro aus den Mitteln zur Verschönerung des Ortsbilds freigab, um das Projekt „Neue Fassade“ anzustoßen. Da jedoch nicht „nur“ neue Farbe aufgebracht wurde, sondern die gesamte Gebäudefläche neu grundiert und ausgebessert wurde, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 4.000 Euro. So kamen denn auch zahlreiche Bezirksvertreter, Bürger, Mitglieder des Kreisimkerverbandes sowie der Künstler selbst zur „Einweihung“ der neuen Fassade am Dienstag nach Rumeln.

Und was wäre das Bienenmuseum, wenn die Verantwortlichen dabei nicht die Gelegenheit wahrgenommen hätten, auf die Bedeutung der gelb-schwarzen „Hautflügler“ hinzuweisen. So ist die Biene nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier in Deutschland. Dabei geht es primär nicht um den Honig sondern um die Bestäubungsleistung der Bienen. Von 100 Pflanzenarten, die zur Ernährung benötigt werden, werden immerhin 71 von Bienen bestäubt. Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden darf, denn weltweit rechnen Experten mit rund 270 Milliarden Euro, wenn man die Bestäubungsleitung der Bienen in Geld umrechnet.

Und diese ist nicht einfach von Hand zu ersetzen, was sich an der Erdbeere besonders gut zeigt: Verzichtet man auf die Biene und bestäubt „künstlich“ reduziert sich die Menge an Erdbeeren um rund 60 Prozent. Zudem sind die von Bienen bestäubten Früchte größer, haben weniger Missbildungen und erreichen eine höhere Handelsklasse. So ist Bienenschutz nicht einfach nur ökologisch sondern hat auch ökonomisch eine extrem wichtige Bedeutung.

Dies und vieles mehr kann der Interessierte bei einem Besuch im Bienenmuseum erfahren. Geöffnet hat das Museum an der Schulallee 11 jeden Mittwoch und Samstag von 15 bis 18 Uhr. Für Schulklassen, Vereine, Betriebe oder Kindergärten lassen sich unter wolfgang.neiss@bimu-du.de oder telefonisch unter 0203 581300 individuelle Termine vereinbaren.