: Aus Duisburg: Prozesse werden vermessen

: Aus Duisburg: Prozesse werden vermessen

„Ein Produkt ist das Ziel eines Prozesses!“ Wenn der Geschäftsführender Gesellschafter der Ludwig Krohne GmbH Co KG, Michael Rademacher-Dubbick, das beschreibt, was die Krohne Messtechnik seit nunmehr fast 100 Jahren ausmacht, hat er immer die Effizienz im Blick.

Dabei steht die Vokabel „Effizenz“ für Nachhaltigkeit, ressourcenschonendem Verbrauch, Umweltschutz und kostengünstige Produktion. Und um eine solche zu erreichen, entwickeln die weltweit rund 4.000 Mitarbeiter – darunter 800 allein in Duisburg –von Krohne Messtechnik Sensoren und die entsprechende Analyseelektronik, um Durchflussmessung bei der Trinkwassergewinnung in Sanddünen, Schlammspiegelmessung in einer Grundwasseraufbereitungsanlage oder Biogas-Messung für die Versorgung eines Blockheizkraftwerks zielsicher zu bestimmen. Zu den Kunden zählen beispielsweise Voith, Unilever, Siemens, Evonik, Coca Cola, Linde, BASF und Bayer.

Neben dem Stammsitz in Duisburg, gibt es unter anderen Standorte in Norwegen, den Niederlanden, Schweden, USA, China, Russland, Malaysia und Indien, wo Ingenieure, Kaufleute, Techniker, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker oder gar Glasbläser dafür sorgen, dass Krohne Messtechnik perfekte Qualität liefert, um Prozesse aller Art zu steuern und zu lenken. Dabei werden 0,01 Prozent Mess-Genauigkeiten oder besser angestrebt. Wobei Krohne sich ausschließlich auf die genaue Messung konzentriert. Die eigentliche Steuerungselemente, wie Ventile oder dergleichen, werden von der Duisburger Firma nicht angeboten. Doch bei den Sensoren und der Analyseelektronik zählen die Duisburger weltweit zu den führenden Unternehmen.

Damit dies auch so bleibt, werden die elektronischen Komponenten ausschließlich am Duisburger Standort entwickelt und produziert, um ein „Abkupfern“ für die Konkurrenz zu erschweren. Zudem investiert man große Summen vom Gewinn wieder in die Forschung und Entwicklung, erläuterte der Geschäftsführer der Duisburger Wirtschaftsförderung Ralf Meurer, der Oberbürgermeister Sören Link bei seiner Wirtschaftsdialogreihe begleitete.

Und der erste Mann der Stadt war denn auch von der Firma begeistert, wenn er betonte: „Krohne ist ein ausgezeichneter Botschafter für die Stadt. Duisburg profitiert auch vom Ruf des Unternehmens für Qualität und Zuverlässigkeit.“ Zudem sei Krohne Messtechnik ein perfektes Beispiel dafür, was vernetzte Wirtschaft bedeute. So gingen die Firmenlenker bereits vor 40 Jahre nach China, um dort eine Dependance aufzubauen.

Und Martin Murrack, Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent, fügt an: „Vom Kundenauftrag bis zum Versand des Frachtguts, kann bei Krohne alles digital abgewickelt werden. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter/-innen hier auf dem Weg der Digitalisierung mitgenommen, damit sie sich auch in neue Technologien hineindenken. Lehrgänge und Seminare, aber auch die Unternehmensführung, bei der Wissenstransfer großgeschrieben wird, helfen, auch diesen Strukturwandel zu schultern.“