ADFC vergibt Zertifikat in Silber: Fahrradfreundliches St. Josef Krankenhaus

ADFC vergibt Zertifikat in Silber : Fahrradfreundliches St. Josef Krankenhaus

Das St. Josef Krankenhaus ist das erste Unternehmen im Kreis Wesel, das vom ADFC als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet wurde. Diese Woche gab’s das Zertifikat.

Im St. Josef Krankenhaus engagiert man sich schon seit langem für seine Radfahrer und lässt sich sein Engagement auch gerne offiziell bestätigen. Bereits 2009 ließ sich das Krankenhaus zertifizieren, 2014 folgte die Rezertifizierung. Als der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) 2017 seinen Standard nach EU-Norm umstellte, wollte es auch das Moerser Krankenhaus erneut wissen.

Doch was muss überhaupt gegeben sein, damit man sich auch nach neuen Normen „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ nennen darf. „Zuerst braucht es einen Radverkehrskoordinator“, erklärt Andreas K. Bittner, 1. Vorsitzender ADFC Kreisverband Münsterland. Diesen Posten teilen sich im St. Josef Krankenhaus Regina Ozwirk, Unternehmenskommunikation, und Gereon Andretzko, Bereichsleiter Technik. Ihre Aufgabe sei es, das Thema Radfahren ins Bewusstsein der Mitarbeiter zu verankern, die Aspekte Umweltschutz und Nachhaltigkeit an sie heranzutragen und sich natürlich um die Infrastruktur zu kümmern. Konkret bedeutet dies: Mitarbeiter motivieren, mit dem Rad zu fahren, Codierungsaktionen planen oder für die Instandhaltung des Fahrradkäfig zu sorgen.

Um ein Zertifikat zu erhalten, werden schließlich 60 Maßnahmen aus sechs Themenfeldern (Information, Koordination, Service, Infrastruktur, Parkraummanagement und Kundenverkehr) abgefragt. Es müssen nicht alle erfüllt, aber eine bestimmte Punktzahl in jedem Feld erreicht werden. Zertifikate gibt es in Bronze, Silber und Gold. Das St. Josef hat die Stufe Silber erreicht.

Der sichere Abstellplatz (Fahrradkäfig), ein Schlauchautomat und die Möglichkeit sich am Empfang Werkzeug und kleine Ersatzteile zu besorgen, gefielen dem Prüfer. Zudem überzeugten der Kleiderautomat, die Umkleidemöglichkeiten, die belüfteten Spinde und die Duschen. Die sind zwar nicht wegen der Radfahrer angeschafft worden, aber tun diesen auch gut.

Um Gold zu erreichen, müsste das Krankenhaus noch an den Kleinigkeiten feilen, wie z.B. Steckdosen nachzurüsten (Stichwort: Pedelec) oder Betriebsausflüge mit dem Rad organisieren.

80 bis 100 Fahrräder stehen zu den Spitzenzeiten im Fahrradkäfig und das bei rund 400 Mitarbeiter, die zu einer Schicht im Dienst sind.

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