Jahresrückblick der Moerser Feuerwehr: Weniger Respekt, mehr Gewalt

Jahresrückblick der Moerser Feuerwehr: Weniger Respekt, mehr Gewalt

Die Feuerwehr Moers blickt auf das vergangene Jahr zurück: Die Einsatzzahlen 2018 haben im Vergleich zu 2017 einen deutlichen Anstieg erkennen lassen.

Dabei lassen sich circa 14.000 Rettungs- und Notarzteinsätze festhalten. Auf insgesamt 1.313 Brand- und Hilfeleistungseinsätze im vergangenen Jahr kann die Feuerwehr zurückblicken. Davon 961 Hilfeleistungseinsätze der verschiedensten Arten, worunter das Sturmtief Frederike am Anfang des Jahres einen enormen Anteil von 160 Sturmeinsätzen trägt.

Zudem mussten 206 First-Responder-Einsätze für den Rettungsdienst abgearbeitet werden. So werden die Einsätze mit Feuerwehrfahrzeugen bezeichnet, die eine medizinische Grundausstattung und medizinisches Fachpersonal haben. Sie überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Darunter befanden sich auch immer wieder tragische Verkehrsunfälle mit Todesfolgen, wie zuletzt am 9. September auf der Autobahn A57.

Weiterhin sind die Wehrleute zu 352 Bränden ausgerückt. Zu einem eher selteneren Fall kam es am 29. März in der Fontanestraße in Eick-Ost bei einer Explosion durch einen Blitzeinschlag im Freien, die erhebliche Sachschäden hervorgerufen hat. Insgesamt 13-mal wurden die Moerser Feuerwehrleute zu überörtlichen Hilfeleistungen in benachbarte Kommunen - wie beispielsweise Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn - gerufen. So galt es, in Kamp-Lintfort einen Dachstuhlbrand in der Kattenstraße mit parallelem Zimmerbrand in der Mittelstraße zu bekämpfen. Auch der benachbarte Kreis Borken forderte die Moerser Feuerwehr am 16. April 2018 an und bat um Unterstützung bei einem Großbrand. Zusätzliches Schaummittel auf einem Sonderfahrzeug wurde bereitgestellt.

Eine besorgniserregende und sehr ernst zunehmende Entwicklung ist die zunehmende Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber den Rettungskräften. Dies wurde im vergangenen Jahr in einer Vielzahl von Einsätzen deutlich und fand den Höhepunkt am 31. Oktober auf einer Halloween-Party, bei der die Rettungskräfte beim Schlichten einer Schlägerei selber in den Fokus der Gewalt gerieten. Dabei wurden zwei Feuerwehrbeamte verletzt.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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