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Zum zehnten Mal offene Ateliers am Wochenende
Wo Duisburg malt und meißelt

Zum zehnten Mal offene Ateliers am Wochenende : Wo Duisburg malt und meißelt
Iris Weisschuh zeigt in ihrem Atelier an der Weinhagenstraße 23 in Ruhrort eigene Malereien und Skulpturen sowie fotografische Arbeiten von Frank Hohmann und Daniela Szczepanski alias „Photographie Aufnachtschicht“. FOTO: Frank Hohmann
DUISBURG. Am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Oktober, sind wieder alle Duisburger eingeladen, Duisburgs Kunstschaffende in ihren Ateliers zu besuchen, Künstler kennenzulernen und etwas über Werke und Techniken zu erfahren. Zahlreiche teilnehmende Ateliers bieten zusätzliches Programm mit Gästen und Vorführungen an. Von Thomas Warnecke

Beim ersten Mal waren schon stolze 63 Kunstschaffende in 25 Ateliers und städtischen Kunsthäusern dabei. Diesmal vermeldet das veranstaltende Kulturbüro eine Rekordbeteiligung von 160 Künstlerinnen und Künstlern an über 60 verschiedenen Standorten.

Von 12 bis 18 Uhr stehen die Ateliers am Samstag und Sonntag offen, macht viereinhalb Minuten pro Künstler, Fahrtzeiten nicht eingerechnet – man wird also auswählen müssen.

Besonders viel los ist natürlich an den „großen“ Adressen in der Stadtmitte, der Weidenweg 10 listet die meisten Künstler auf, Goldstraße 15, der Hafenkult am Parallelkanal und das KFZ in Rheinhausen sind dicht dran. Dafür gibt’s im kleinen, feinen Kunstquartier im Hof an der Krautsraße 64 in Neudorf nicht nur Kunst der Gastgeberinnen Petra Anders, Christina Böckler und Friederike Luft, sondern gleich eine ganze Weltstadt zu sehen: Kelbassas Panoptikum nämlich, eine moderne Kunst- und Wunderkammer von Detlef Kelbassa und Corinna Kuhn. Für einen starken fotografischen Schwerpunkt im Wasserviertel sorgen Lara Burr-Evans, Myriam Kasten und Rebeca Sanchez im Atelierhaus Bunker 14, Moselstraße 14. Wer Glückspiel mag, kann in Neudorf Luise Hoyer in der Alten Fabrik an der Grabenstraße 20, auch erreichbar über den Hof Mülheimer Straße 140, besuchen und sich mit einem „Idee-Los“ an einer Lotterie spontaner Einfälle beteiligen.

Aufgrund der Nähe zueinander ist auch das Kreativquartier Ruhrort quasi eine Adresse, mit sechs Standorten kann man dort bequem wenigstens zehn Prozent des Programms abklappern: Der „ruhrKUNSTort“ liegt direkt neben „Krähenhorst“ an der Fabrikstraße, Will Rumis Atelier liegt an der Weinhagenstraße schräg gegenüber von Iris Weisschuh, ein Stück weiter im ehemaligen Bunker auf dem Neumarkt, dem Gertrud-Reichhardt-Haus, machen die Malzeitler mit und auf der Landwehrstraße 5 ist Christian Wilke dabei, der abends aber in die Innenstadt fährt, um im Atelierhaus Goldstraße eine Ausstellung zu eröffnen ... Um 15 Uhr gibt es im ruhrKUNSTort am Samstag eine Kettensägenvorführung von Holzbildhauer Arno Bortz, um 19 Uhr liest dort an der Fabrikstraße 23 der in Bayern geborene Autor Wolfgang Brunner. Nicht mit im offiziellen Programm, aber trotzdem geöffnet ist die wiedereröffnete RuhrArtGalerie von Tatjana und Klaus Grospietsch direkt am Ruhrorter Leinpfad.

Nicht allzu weit ist es von Ruhrort mit dem Fahrrad nach Baerl zum Atelierhaus an der Schulstraße 64 oder zur Kulturwerkstatt Meiderich an der Bahnhofstraße 157, beide Adressen haben Programmpunkte zum Thema Graphik/Drucktechnik.

Vielleicht schließt man sich einfach einer geführten Tour an. Am Sonntag startet um 12 Uhr an der Liebfrauenkirche eine Bustour zu verschiedenen Künstlerhäusern, die Rückkehr wird gegen 18 Uhr sein, die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person. Eine Anmeldung bei der Vhs ist dazu unbedingt erforderlich, Telefon: (0203) 283 2206.

Bereits am Samstag gibt es von 12 bis 18 Uhr einen geführten Rundgang zu verschiedenen Ateliers in der Innenstadt, hier kostet die Teilnahme 5 Euro. Der Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Auch hierfür ist eine Anmeldung bei der Vhs unter der oben genannten Nummer erforderlich. Bustour und Rundgang werden geleitet von Renate Engel.

Zum ersten Mal wird am Samstag und am Sonntag jeweils eine geführte Radtour zu verschiedenen Ateliers angeboten. Start der vier- bis fünfstündigen Tour ist jeweils um 12 Uhr auf dem Ludgeriplatz in Neudorf. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro, Kinder fahren kostenlos mit. Anmeldungen sind nur direkt bei Tourleiterin Adele Heyfelder möglich, telefonisch unter 0152 345 96 562 oder per E-Mail: adeleheyfelder @web.de

Auch der ADFC Duisburg bietet an beiden Tagen jeweils drei geführte Radtouren an, Auskünfte dazu und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter Telefon (0203) 77 42 11.

Eine interaktive Karte mit allen offenen Ateliers von Walsum bis Mündelheim gibt es hier .

(Niederrhein Verlag GmbH)