| 11.03 Uhr

Rockt Europa!

Rockt Europa!
Manuel, Lukas und Tom von „Chapter“, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Daniel Jung, Kulturbüro, und Peter Bursch FOTO: Uwe Köppen
Duisburg. Musikmachen und Partymachen gehen Hand in Hand: Peter Burschs "Euro Rock" feiert Europa! Bands aus Nimwegen, Portsmouth und Calais kommen hierher, jammen und geben Konzerte. Für Duisburg ist in diesem Jahr die ausgezeichnete Band "Chapter" dabei. Von Thomas Warnecke

Bands aus Duisburg und seinen Partnerstädten kommen für zehn Tage im Parkhaus Meiderich zusammen, spielen ihre Songs, setzen sich neu zusammen, entwickeln neue Songs, bekommen Coachings von Profimusikern und geben abends Konzerte (siehe "Termine"). "Euro Rock"-Begründer Peter Bursch hofft, dass die Europa-Euphorie auch im 26. Jahr noch trägt. "Ich freu mich auch aufs Biertrinken", sagt jedenfalls Lukas von "Chapter", und Bursch ist sich sicher, dass auch im Nachtlager am Schwelgernstadion Feten laufen. "Aber jeden Morgen um zehn geht's los!", spielt Daniel Jung mal den Herbergsvater.

Und abends geht's auf die Bühne. Neben den schon traditionellen Spielstätten "De Ijsvogel" (7.8.), Steinbruch (8.8.), "Zum Hübi" (9.8.), Parkhaus (10.8.) und dem Abschlusskonzert in der "Timbale" in Calais (11.8.) sind in diesem Jahr erstmals das Bollwerk 107 in Moers (4.8.) und das Gleis drei in Großenbaum (5.8.) dabei.

Die drei von "Chapter" – der vierte, Gitarrist und Motorradfahrer (Rocker!) Kevin, "ist gerade schrauben", erklärt Manuel – freuen sich ganz ernsthaft auch auf die Zusammenarbeit. Manuel, Bass: "Man wird ja geprägt durch das, was man hört." Da freut er sich auf Neues. "Wie andere Bands an Songs schreiben", ist Schlagzeuger Lukas gespannt, und Sänger Tom ist sich sicher: "Das wird uns musikalisch noch mal nach vorne katapultieren!"

Eine Änderung gegenüber dem Plakat: "Naives" aus Calais kommen nicht. Die dortige Partnerin hatte den Eindruck, dass die Band vielleicht nicht so offen zur Zusammenarbeit sein könnte. Stattdessen gibt's aus Lille "Les Rappeurs en Carton", die Papp-Rapper. Hip-Hop verträgt sich ja gut mit Gitarrenrock: "Walk this Way!"

Oder, wie es "The Moans" aus Nimwegen formulieren: "We gaan naar de fucking top!" Aus Portsmouth komplettiert "Lucid Rising" das Band-Quartett. So jung und schon Blues-Rocker – aber sie lernen ja jetzt dazu!

(Niederrhein Verlag GmbH)