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RB31: Nordwestbahn verspricht Besserung

RB31: Nordwestbahn verspricht Besserung
Die SPD-Politiker René Schneider und Ibrahim Yetim im Gespräch mit den Verantwortlichen der Nordwestbahn. FOTO: Böhmer
Niederrhein. Die Probleme der RB31 zwischen Duisburg und Xanten werden spätestens im Frühjahr merklich nachlassen. Diese berechtigte Hoffnung haben die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim und René Schneider sowie der Rheinberger SPD-Vorsitzende Peter Tullius nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung bei der verantwortlichen Nordwestbahn. Von der Redaktion

Es gebe leider zu viele Zugausfälle und Verspätungen, gab Dr. Rolf Erfurt zu Beginn des Gesprächs im Landtag unumwunden zu. Während Verspätungen fast ausschließlich auf eine mangelhafte Infrastruktur zurückzuführen sind, nehme er einen Großteil der Zugausfälle der vergangenen Monate auf die eigene Kappe. Das Hauptproblem: fehlende Triebfahrzeugführer. Die Nordwestbahn arbeitet jedoch an konkreten Lösungen: Zum Beispiel würden im April vier neue Lokführer und im September neun neue Lokführer aus der Ausbildung an den Niederrhein kommen. Im April starte zudem ein neuer Lehrgang zur Ausbildung zum Triebfahrzeugführer. Kurzfristig prüfe die NIAG darüber hinaus Personal an das Unternehmen ausleihen, um Engpässe zu überbrücken. Weitere Leih-Lokführer würden zudem intensiv gesucht, so Erfurt. Die zusätzlichen Lokführer würden damit die Stamm-Mannschaft ergänzen. In der Folge, so hofft die Nordwestbahn, würden die Zugausfälle weiter sinken. Ausfälle würden dann zwar auch nie ganz auszuschließen sein, durch die Anschaffung eines neuen, großen Gelenkbusses für den Schienenersatzverkehr, der voraussichtlich in Alpen stationiert werde, werde dann aber sichergestellt, dass alle Fahrgäste ihr Ziel verlässlich erreichen könnten. "Denn das ist doch auch unser Ziel. Jeder Zugausfall schmerzt uns. Deshalb stellen wir auch weiterhin neue Lokführer ein und investieren jährlich knapp 1,8 Millionen Euro in die Ausbildung neuer Triebfahrzeugführer", erklärte Erfurt. Der Fachkräftemangel sei ein Branchenproblem. Das habe auch das Landesverkehrsministerium erkannt, das die Kampagne "Unsere Jobs sind der Hit!" ins Leben gerufen hat. Geworben wird für neue Auszubildende und Quereinsteiger, die den Führerstand übernehmen wollen.

Fazit der SPD-Politiker: "Nach dem rund einstündigen Austausch haben wir das Gefühl gewonnen, dass die Nordwestbahn mit großem Ernst an der Lösung der Probleme arbeitet. Das ist kein Freifahrtschein für weitere Zugausfälle, weshalb wir die Veränderungen weiter kritisch begleiten werden. Unser Ziel ist eine verlässliche Verbindung zwischen Xanten, Alpen, Rheinberg und Moers bis hinein ins Ruhrgebiet."

(Niederrhein Verlag GmbH)