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Rewind - Rolling Stones Cover
Die Stones ganz ehrlich

Rewind - Rolling Stones Cover: Die Stones ganz ehrlich
Rewind überzeugten kürzlich im Dschungel-Club in Moers. Wer’s verpasst hat oder nicht genug bekommt: Am 7. April kommt die Rolling Stones Coverband in den Sport- und Freizeitpark Klingerhuf, Neukirchen-Vluyn. FOTO: TV
Niederrhein. "Wenn die Stones sich selbst covern würden, würden sie sich vermutlich so anhören wie wir." Dieser Ausspruch hat nichts mit Arroganz zu tun, zeigt aber deutlich den Anspruch den "Rewind" haben: Musikalisch so nah am Original wie möglich zu sein und das rüberzubringen, was die Rolling Stones ausmacht. Von Claudia Basener

Sie haben ihre Wurzeln u.a. in Neukirchen-Vluyn, kommen aus Kapellen, Duisburg, Oberhausen, Alpen und sind zwischen 42 und 58 Jahre alt: die fünf Musiker von "Rewind - Rolling Stones Cover".

"Rewind" gibt es seit 1996, allerdings ist Drummer Uli Lükewille das einzige Gründungsmitglied, das heute noch dabei ist. Die jetzige Formation spielt erst seit zwei Jahren zusammen, letzter Neuzugang ist Sänger Marcus Fiedler. "Der hat einfach ein Faible dafür, das Publikum zu animieren", attestieren ihm seine Bandkollegen. Doch wer einen Mick-Jagger-Doppelgänger erwartet, irrt: "Man kann die Stones optisch nicht 1:1 kopieren, das geht schnell in Richtung Klamauk und da wollen wir nicht hin", merkt Gitarrist Andreas Scherf an, der hinsichtlich Attitüde allerdings einiges von Keith Richards mit auf die Bühne bringt. Bei Gitarrist Uwe Reichelt würde eine 1:1-Kopie vermutlich zu Identitätsproblemen führen: Mick Taylor der Perfektionist, der kreative Brian Jones und der solide aber unspektakuläre Ron Wood - musikalisch hat er alle drei drauf und mag gerade diese Vielschichtigkeit. Komplettiert wird das Musikerfeld durch Bassist Marcus Schwarzrock. Sein Instrument entspricht wie alle Gitarren und Amps dem Equipment der Rolling Stones. "Wir wollen die Stones sehr ehrlich spielen", erklärt Andreas Scherf, "das macht uns aus."

Im Repertoire hat die Band derzeit rund 40 Stücke aus den Jahren 1964 bis 2012, der Großteil stammt aus den 60er und 70er Jahren. "Da ist der Stones-Sound gewachsen. Heute verwalten sie ihre Legende", finden die Musiker von Rewind.

"Honky Tonk Woman", "Paint It Black", "Sympathy For The Devil" oder "Angie" gehen natürlich immer; spielt man vor einem Stones-Fanclub, gibt's auch mal unbekanntere Stücke. "Wir reagieren auf unserer Publikum und können unsere Sets auch live zusammenstellen", so Marcus Fiedler, dessen persönliches Highlight "Gimme Shelter" ist: "Wenn wir das spielen, bekomm' ich Gänsehaut. Die Harmonien und die Soli - einfach genial."

Gigs wie im Moerser Dschungel-Club vor Kurzem sind für die Band immer etwas Besonderes. "Wir spielen gerne in kleinen Clubs, das ist viel intimer und direkter", bekräftigt Uwe Reichelt. Drummer Uli hat als einziger in der aktuellen Formation bereits vor 30.000 Leuten gespielt, "im Grugapark in Essen, das war 'n Erlebnis". Aber ob vor 30 oder 30.000: Wichtig sei sowieso, einfach Spaß am Auftritt zu haben und mehr als "nur" die Musik rüberzubringen, da sind sich alle einig. Getreu dem Motto: It's Only Rock'n'Roll. But I Like It!

Am Freitag, 7. April, 20 Uhr, spielen Rewind im Sport- und Freizeitpark Klingerhuf. Karten gibt es ab sofort im Klingerhuf, Wilhelm-Reuter-Allee 1 in Neukirchen-Vluyn, Tel.: 02845 / 32010.