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Ein Besuch in der Großenbaumer Einsatzzentrale von Flic Flac
„Klar machen, dass wir Duisburg sind“

Ein Besuch in der Großenbaumer Einsatzzentrale von Flic Flac: „Klar machen, dass wir Duisburg sind“
Markus Krebs im angestammten Bühnenoutfit und Flic Flac-Geschäftsführer Uwe Struck mit Flic Flac-Plakat im Anschlag im Hinterhof der Duisburger Flic Flac-Einsatzzentrale. Fotos(2): Penzel
Niederrhein. Ein Hausbesuch: Wir waren im Duisburger Headquarter von Flic Flac, dem (Noch)-Privathaus von Flic Flac-Direktor Benno Kastein, und haben uns mit Flic Flac- Geschäftsführer Uwe Struck und Comedian Markus Krebs über die anstehende Weihnachtsshow "Schicht I" in der Landschaftspark-Kraftzentrale unterhalten. Von Steffen Penzel

Markus Krebs hat sich verirrt. Und das in seinem Heimatgebiet, tief im Duisburger Süden. 10 Minuten später als geplant trudelt der Mann hinter dem Bauch ein. Wie immer gut gelaunt, wie immer mit Pudelmütze und Sonnenbrille im Anschlag. "Schön, eure Villa Kunterbunt hier - aber auch ganz schön versteckt ", kichert er. Da haben wir schon die erste Runde Quatschen hinter uns. Wir sitzen mit Flic Flac-Geschäftsführer Uwe Struck in der Duisburger Einsatzzentrale des etwas anderen Zirkus. Das Haus ist eigentlich das Privathaus von Flic Flac-Direktor Benno Kastein. Und es ist toll eingerichtet. Mit Sofas im Look einer Autofront bzw. eines Koffers. Dann der Boden. Pechschwarz ist der. Und wild besprenkelt mit gelben Farbklecksen. Das Weinregal - eigentlich die aufgestellte Hälfte eines Kanus.

Aber momentan ist von Privathaus nicht mehr so furchtbar viel zu erkennen. Überall stapeln sich Kartons, Kisten mit Plakaten und Flyern. Durch den Flur wuseln ständig Flic Flac-Mitarbeiter, das Wohnzimmer ist zum Büro umfunktioniert worden. Struck hat sich eine Stunde Zeit für uns genommen - auch wenn er die im Grunde genommen gar nicht hat. Sein Telefon klingelt in Endlosschleife, und der Berg an neuen WhatsApp-Nachrichten türmt sich von Minute zu Minute höher. "Ist ein bisschen stressig gerade", lacht Struck. Ernsthaft zu verunsichern scheint ihn das aber nicht. Der Mann ist Stress gewohnt. Die Feinplanung für die Duisburger Hallenproduktion laufen auf Hochtouren. Parallel müssen die Shows fürs kommende Jahr geplant werden, Künstler ausgesucht und gebucht werden. "Und da müssen wir auf Zack sein, denn wir wollen schließlich nur die besten haben", verkündet Struck. Flic Flac boomt - und ist viel mehr als die Hallenshow in Duisburg. So "ganz nebenbei" laufen ja auch noch die Shows in Dortmund, Kassel, Bielefeld und Nürnberg.

War mal ein Auto, ist jetzt aber ein Sofa. Uwe Struck und Markus Krebs machen es sich zwischen den Scheinwerfern gemütlich.

Aber trotzdem: Das Duisburg-Projekt, das über fünf Jahre laufen wird, ist für das Flic-Flac-Team etwas Besonderes. Struck, in Hamborn geboren, seit frühester Jugend in der MSV-Nordkurve festgewachsen, und heute noch stv. Vorsitzender des Fanclubs "Ruhrzebras", ist ein Duisburger Jung durch und durch. "Wir wollen mit der Show klar machen, dass wir Duisburg sind", sagt Uwe Struck. Auch sein Direktor, eigentlich ein Isselburger, hat seine Jugend in der Montanstadt verbracht. Er wohnt seit zwei Jahren in Großenbaum - und wird auch in Zukunft hier wohnen bleiben, wenn auch ein paar Kilometer weiter nördlich.

Mit dem MSV haben sie bei Flic Flac den Schulterschluss gemacht. Enis Hajri, Kevin Wolze und noch ein paar andere Spieler kommen zur Premiere am 19. Dezember. MSV-Mitglieder haben noch bis zum 31. Oktober die Chance, online und mit dem entsprechenden Passwort 19,02 Prozent Preisnachlass auf die Duisburger Showtickets abzugreifen. Der 19. November, da spielen die Zebras zu hause gegen Aue, steht ganz im Zeichen von Flic Flac. Vor der Arena wird es Infostände und kleinere Artistikaktionen geben. In der Halbzeitpause gibt's Interviews und eine Showeinlage auf dem Rasen. Und dann ist da ja mit Markus Krebs noch so ein Duisburger, noch so ein großer MSV-Fan. Der Comedian ist im Landschaftspark für Flic Flac quasi in Doppelfunktion, als Moderator und als Showact mit eigenem Showblock, eingespannt. Krebs war schon 2013 für Flic Flac tätig. Und für ihn war trotz aller anstehenden Termine - während der Hauptprobephase muss er für zwei Termine nach Hamburg und nach der letzten Show geht es quasi nahtlos in die Karnevalssaison - klar, dass er im Landschaftspark dabei sein will. "Das war 2013 schon total spannend und hat richtig Spaß gemacht. Ich habe meiner Managerin nur gesagt: 'Guckt, dass ihr euch einigt'." Was der Comedian in der Kraftzentrale bringt? Er lässt sich nicht in die Karten schauen. "Ich habe da schon so meine Vorstellungen", verrät er nebulös.

Besonders ist die Weihnachtsshow auch wegen der besonderen Location. Die Kraftzentrale im Landschaftspark hat richtig Charme, das wissen wir nicht erst seit dem T-Mobile-Extreme und den schönen Traumzeit-Konzerten dort. Für die Flic Flac-Show ist die 170 Meter lange und 35 Meter breite Halle wie gemacht. Im hinteren Teil ist genug Platz für die Hochseilkonstruktion, die 14 Meter hohe Megarampe, das 20 Meter-Luftkissen und die Zuschauertribünen, die beidseitig der Bühne drapiert sind - beste Blicke auf die Action garantiert...

(Niederrhein Verlag GmbH)