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Rheinbrücke Neuenkamp
„A-40-Sperrung kostet 1,2 Millionen Euro pro Tag“

Rheinbrücke Neuenkamp: „A-40-Sperrung kostet 1,2 Millionen Euro pro Tag“
IHK-Präsident Burkhard Landers fordert, den Neubau der A-40-Brücke Neuenkamp zu beschleunigen. FOTO: tw/Archiv
Duisburg. Wegen der anhaltenden Sperrung der A-40-Brücke Neuenkamp hat der Präsident der Niederrhein-IHK Burkhard Landers einen Fünf-Punkte-Plan vorgeschlagen. Er fordert zügiges Handeln.

"Die Sperrung der Brücke kostet die Unternehmen pro Tag 1,2 Millionen Euro. Auch unser Hafen als europäische Logistik-Drehscheibe leidet gewaltig. Deswegen müssen wir sehr zügig handeln, damit die Betriebe Planungssicherheit haben", so Landers. Diese fünf Vorschläge macht der Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve:

"1. Verkehr intelligent und großräumig lenken: Die Verkehre sollen großräumig, nach Bedarf auch verkehrsabhängig, gesteuert werden, um so die Verkehrsbelastung gleichmäßig zu verteilen. Mit Blick auf die Seehäfen bedeutet das, bereits in Belgien und den Niederlanden Hinweisschilder aufzustellen. Auch eine angepasste Verkehrslenkung und optimierte Ampelschaltung im Stadtgebiet Duisburg ist erforderlich.

2. Sicherheitskonzept anpassen: Die veränderten Verkehre mit neuen Belastungspunkten erfordern ein angepasstes Sicherheitskonzept mit Tempolimits und Warnanlagen, besonders im nun veränderten Rückstaubereich.

3. Baustellenmanagement optimieren: Die Baustellen auf den Autobahn-Ausweichstrecken und innerhalb des Stadtgebiets Duisburg müssen besser koordiniert werden. Hierfür ist erforderlich, das bestehende Baustellenmanagement für die Region neu zu organisieren und effizienter zu gestalten.

4. Zeitplan für Brückenneubau einhalten und Notfallpläne für Sperrungen bereithalten: Der aktuelle Zeitplan (bislang vorgesehen: Fertigstellung erster Brückenzug 2023) sollte unter allen Umständen eingehalten werden. Um auf etwaige Unwägbarkeiten wie die momentane Vollsperrung vorbereitet zu sein, braucht es klare Notfallpläne.

5. Politische Initiative - Brückenneubau zügiger realisieren: Trotz beschleunigtem Planungsverfahren und bereit stehender Gelder sollte überprüft werden, ob der Neubau der A-40-Brücke noch früher realisiert werden kann. Für Ersatzbauten dürfen nicht die gleichen Anforderungen gelten wie für Neubauprojekte."

Landers weiter: "Wir brauchen sowohl Sofortmaßnahmen, mittelfristige Aktivitäten als auch eine langfristige Perspektive. Es darf nicht sein, dass die Unternehmen und ihre Beschäftigten als Pendler die Zeche zahlen. Und selbst wenn die Brücke kurzfristig wieder befahrbar ist, was wir alle sehr hoffen: Wir müssen damit rechnen, dass sich solch eine Sperrung jederzeit wiederholen kann. Darauf sollten wir vorbereitet sein."

Die IHK schlägt der Landesregierung vor, zügig einen Koordinierungskreis einzurichten, um alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und den Informationsfluss zu verbessern. Landesbetrieb Straßen.NRW, Planungsgesellschaft DEGES, Stadt Duisburg, Polizei, Bezirksregierung, Verkehrsministerium und Vertreter der Wirtschaft könnten so die Probleme gemeinsam in Angriff nehmen.

(Niederrhein Verlag GmbH)