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MSV vor dem Magdeburg-Spiel
Zum Punkten verdammt

MSV vor dem Magdeburg-Spiel: Zum Punkten verdammt
Schlusspunkt eines Spiels zum Vergessen: Der Sonntagsschuss von Kvesic sitzt, Daniel Mesenhöler streckt sich vergebens. FOTO: nagr
Duisburg. So eine Englische Woche hat gute und schlechte Seiten. Aus MSV-Sicht stellt es sich so dar: Im Idealfall haben sich die Zebras nach den drei Spielen in sechs Tagen von der Roten Laterne befreit und den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt. Dafür muss Mittwoch Abend gegen Magdeburg aber wesentlich mehr kommen als in der zweiten Halbzeit bei der 1:2-Heimpleite gegen Aue. Sonst kommt die schlechte Seite der Englische Woche zum Vorschein. Von Steffen Penzel

Und die würde für folgendes Szenario sorgen: Der MSV bleibt am Tabellenende, reitet sich weiter in die Krise hinein, und zu allem Überfluss ist auch die direkte Konkurrenz wie eben Aue und Magdeburg ein weiteres Stück enteilt. Mal von der wieder aufflammenden und Energie kostenden Trainerdiskussion ganz abgesehen. Aber soweit muss es ja gar nicht kommen. Sechs Punkte sind für den MSV in der Englischen Woche noch zu vergeben. Nach dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Magdeburg am Mittwoch(18.30 Uhr), kommt am Samstagmittag, Anstoß 13 Uhr, die Mannschaft der Stunde, Jahn Regensburg, nach Duisburg. Die Regensburger haben sich am Sonntag mit einem beeindruckenden 5:0-Auswärtssieg durch das Hamburger Volksparkstadion gewalzt.

Vorerst gilt aber alle Konzentration dem 1. FC Magdeburg. In Sachen Kampf und Willen wollte MSV-Chefcoach Ilia Gruev seiner Mannschaft nach der Heimpleite gegen Aue keinen Vorwurf machen. Und auch MSV-Präsident Ingo Wald sah "eine Mannschaft, die bereit und gewillt war und der ich keinen Vorwurf machen kann."

Und ja, es kam auch mal wieder Pech für den MSV Duisburg dazu. Und zwar in Form eines zweifelhaften Elfmeterpfiffs gegen Andy Wiegel und eines Gegentreffers kurz vor Abpfiff per Sonntagsschuss. Das ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass die Duisburger das Spiel in Hälfte zwei aus der Hand gaben und nach sechs Spieltagen mit einem bescheidenen Punkt Schlusslicht der Liga sind. So macht Gruev auch gar keinen Hehl aus der Zielvorgabe für das Spiel am Mittwoch: "Wir müssen in Magdeburg gewinnen." Einfach wird das nicht. Denn die Magdeburger Brust könnte nach der furiosen 4:4-Aufholjagd bei favorisierten Paderbornern kaum breiter sein ...

(Niederrhein Verlag GmbH)