| 15.50 Uhr

Daniel Mesenhöler & Co. auf alpinen Abwegen
Wenn Zebras auf Berge kraxeln

Wenn Zebras kraxeln: Für den MSV geht's hoch hinaus
Wenn Zebras kraxeln: Für den MSV geht's hoch hinaus
St. Johann. Ablenkung der besonderen Art gab es heute für die Fußball-Profis des MSV Duisburg. Am Vormittag kraxelten die Zebras von der Griesner Alm hoch zum Stripsenjochhaus – eine Art Adlerhorst in atemberaubender Lage mit besonders schönen Blicken in die Nordflanken der Wilde Kaiser-Gipfel. "Es war toll, aber auch richtig anstrengend", berichtete Torwart-Neuzugang Daniel Mesenhöler nach der Wanderung. Von Steffen Penzel

Nicht mal eine Stunde brauchte der Duisburger Tross um sein alpines Ziel, das passenderweise auch noch 1902 erbaut wurde, auf 1577 Meter  zu erreichen. "Dabei waren eigentlich 90 Minuten Gehzeit ausgewiesen", erzählte Mesenhöler, der den Trip trotz aller Anstrengung genoss. "Das war mal eine schöne Abwechslung und eine klasse Teambuilding-Maßnahme." Zur Belohnung für den bissigen Aufstieg gab es hoch oben eine deftige Brotzeit.

Seit gut vier Wochen ist Mesenhöler nun schon ein Zebra. Im Testspiel gegen Bremen konnte er sich mit starken Paraden in Hälfte zwei auszeichnen. "Das war ganz gut. In den Testspielen davor gab es für uns Keeper ja nicht so furchtbar viel zu tun." Der Ex-Berliner fühlt sich in Duisburg gut aufgenommen von seinen neuen Mitspielern. "Alle sind sofort auf mich zugekommen und waren sehr freundlich und zuvorkommend. Mir wurde die Eingewöhnung wahrlich nicht schwer gemacht." In den letzten beiden Spielzeiten stand Mesenhöler unter Jens Keller immer erst in der Rückrunde als Stammtorwart im Kasten. "Ich habe mich in der Zeit weiter entwickelt, gerade in den Phasen, in denen ich nicht im Tor stand, habe ich viel gelernt. Das sind Situationen, in denen man wachsen kann."

Den MSV Duisburg sieht der 22-Jährige nach dem etwas chaotischen Auf und Ab bei den "Eisernen" als "nächsten Schritt". Die Nähe zur Heimat und zu den Eltern im Oberbergischen sei ein wichtiger Aspekt gewesen. Dazu kommt: "Das Gesamtkonzept hat mich einfach überzeugt. Das Trainerteam ist absolut professionell und die Mannschaft wirkte von außen so, als hätte sie einen guten Zusammenhalt." Alles Eindrücke, die sich für den Keeper in den vergangenen Wochen bestätigt haben.

Trotz der guten Beziehung zu Daniel Davari ("Ein wirklich netter Mensch, wir pushen uns richtig gegenseitig"): Mesenhöler, der seit seinem fünften Lebensjahr im Kasten steht, will natürlich Nummer eins beim MSV werden. Alles andere wäre ja auch irgendwie komisch. Bis zur Entscheidung von Torwarttrainer Sven Beuckert muss sich Mesenhöler aber noch ein wenig gedulden. Denn "Beucke" hatte angekündigt, sich erst kurz vor Saisonstart auf die neue Nummer eins festzulegen...