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Verhoek voll auf der Höhe

Verhoek voll auf der Höhe
Die Achterbahn sollte möglichst nicht symbolisch für die nächste Saison stehen, aber so hat John Verhoek schon mal eine Duisburger Sehenswürdigkeit kennengelernt. FOTO: tw
Duisburg. „Puh, das war jetzt schon meine vierte Trainingseinheit heute“, sagt John Verhoek, einer der beiden neuen Hoffnungsträger in der Offensive des MSV Duisburg, als er mit zehnminütiger Verspätung zum Fototermin auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe ankommt. Von Thomas Warnecke

Die Verspätung ist aber eher dem Duisburger Straßenverkehr als den 35 Höhenmetern zwischen Straße und Tiger & Turtle geschuldet. Allerdings: Die Vorbereitung auf die neue Saison ist intensiv, jetzt schon.

Doch John Verhoek fühlt sich wohl beim MSV. „Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen.“ Schon das erste Gespräch mit Sportdirektor Ivo Grlic war gut gelaufen und ausschlaggebend dafür, dass Verhoek sich für den MSV und gegen zwei andere Vereine (darunter der VfL Bochum) entschieden hat. In Heidenheim hätte er ein Jahr dranhängen können, das war dem 29-Jährigen zu wenig – auch zu wenig Vertrauen.

Beim MSV hat er einen Dreijahresvertrag bekommen. „Ich will hier schon was erreichen“, sagt er, spricht davon, den „nächsten Schritt“ zu machen und dass die Mannschaft in allen Teilen gut verstärkt worden sei. „Ich will ja nicht mit einem schlechteren Namen hier rausgehen, als ich reingekommen bin.“ Und er kommt mit einem guten Namen, als bester Torschütze seiner Mannschaft in der vergangenen Saison. Weshalb er auch den „Vierkampf“ um die Startplätze im Sturm nicht fürchtet: „Der Beste soll spielen“, und der Konkurrenzkampf mache das Team auch stark.

Dass er jetzt etwas näher an seiner Heimat ist, gefällt ihm natürlich auch, und oben auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe lässt er sich erstmal zeigen, in welcher Richtung Holland liegt. „Ah ja, da hinten wird’s auch schöner.“

Vor zehn Tagen hat er mit seiner Frau und den beiden Kindern das neue Zuhause in Mülheim bezogen. Viel Zeit, sich in der neuen Heimat umzusehen, hatte Verhoek noch nicht, und er weiß auch noch nicht, wo’s die beste Pommes, wo’s den besten Döner gibt. „Mir ist es eh lieber, wenn ich nach Hause komme und meine Frau hat was gekocht.“ Nach dem DFB-WM-Debakel kann man dem MSV da wohl nur gratulieren: Konservative Lösungen sind manchmal auch im Sturm nicht die schlechtesten.

(Niederrhein Verlag GmbH)