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Neuzugang bewirbt sich mit richtig guten Leistungen für die Stammelf
Starker Start für Sebastian Neumann

Neuzugang Neumann beim Trainingslager: Sebastian Neumann in Tirol
Neuzugang Neumann beim Trainingslager: Sebastian Neumann in Tirol FOTO: Nico Herbertz
St.Johann. Am siebten Trainingslager-Tag war es dann doch mal soweit: Der Himmel über St. Johann öffnete seine Schleusen und lud eine ordentliche Portion Alpen-Regen über den Spielern und Trainern des MSV Duisburg ab. Die gute Laune ließ sich Abwehr-Neuzugang Sebastian Neumann davon aber nicht verderben. Ganz im Gegenteil: Vor den abschließenden beiden Testspielen zog der Ex-Würzburger ein ziemlich positives Trainingslager-Zwischenfazit. Von Steffen Penzel

Bei "perfekten Trainingsbedingungen" ging es für Neumann & Co. ordentlich zur Sache. "Wir haben hart trainiert und bisher zwei wirklich gute Testspiele abgeliefert", findet der 27-Jährige. Gerade das Spiel gegen Bremen habe einen hohen Stellenwert gehabt. Und die Duisburger brauchen sich nach der starken Leistung gegen die Hansestädter nicht verstecken. "Obwohl wir müde waren, haben wir hoch konzentriert gespielt. Bremen hatte kaum Lösungen gegen uns und sie haben durch einen Zufall das Siegtor geschossen." Doch auch die Zebras hätten beste Möglichkeiten gehabt. "Wir hatten unsere guten Chancen. Aber da sieht man dann doch vielleicht den Unterschied zwischen einem Bundesligisten und uns." Die gegen Werder gespielte Fünferkette kennt Neumann noch aus seiner Würzburger Zeit. Ihm ist aber klar, dass sein neues Team an dieser taktischen Abwehr-Variante noch feilen muss. "Das braucht einfach noch ein bisschen Zeit. Wir haben sie jetzt gerade mal zwei Halbzeiten ausprobiert. Da müssen wir noch einiges üben und natürlich noch an der Abstimmung feilen. Aber wenn sie steht, ist sie eine wirklich gute Variante. "

Mit seiner eigenen Leistung seit seinem Wechsel sei er "sehr zufrieden". Und damit steht er gewiss nicht alleine. Denn Neumann zeigt bisher deutlich, warum sich die Zebras so sehr über den Transfer-Coup gefreut haben. Klare Ansagen, gradliniges Spiel, Top-Zweikampfwerte und eine starke Spielübersicht inklusive sehr guter Spieleröffnung – Neumann hat seinen Platz im Zebra-Gefüge schnell eingenommen .

Dass es mit dem Stammelf-Platz angesichts der großen Konkurrenz um die zwei Innenverteidigerplätze schwierig wird, ist Neumann natürlich schon länger klar. "Konkurrenz belebt das Geschäft. Daran entwickeln wir uns auch weiter." Gerade die Konkurrenzsituation in der Innenverteidigung sei eine neue für ihn. Denn in Würzburg führte kein Weg am Kapitän und Abwehrchef vorbei, "da war ich immer gesetzt." Aber eben das wollte er ändern. "Deswegen bin ich ja gewechselt. Ich will mich diesem harten Konkurrenzkampf stellen."

In der vierten Woche ist Neumann jetzt ein Zebra. Vier Wochen, die für ihn nahezu perfekt liefen. "Ich bin wirklich gut reingekommen." Die Jungs hätten ihn super aufgenommen und viel mit ihm gesprochen. Jetzt werde er weiter sein Bestes geben und schauen, was dabei am Ende herauskommt: "Ich fühl mich gut und ich denke, ich mache auch in den Trainingseinheiten einen guten Eindruck." "Und dann", an mancher Binsenweisheit kommt auch ein Sebastian Neumann nicht vorbei, "entscheidet am Ende sowieso der Trainer, wer von uns spielt…"