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MSV vor dem Kellerduell in Ingolstadt
Schnörkellos zum Sieg

MSV vor dem Kellerduell in Ingolstadt: Schnörkellos zum Sieg
Torsten Lieberknecht und Cauly Souza setzen auf einen Auswärtssieg in Ingolstadt. FOTO: Nagraszus
Duisburg. Sonntag Mittag, 13.30 Uhr, tritt der MSV Duisburg beim abgestürzten FC Ingolstadt an. Torsten Lieberknecht hofft auf eine gradlinige, konzentrierte und flexible Leistung und warnt vor den angeschlagenen Audi-Städtern. Von Steffen Penzel

Beim FC Ingolstadt brennt der Baum. Aufstieg in die Bundesliga hieß das Ziel der Bayern vor der Saison. Die Realität ist eine andere. Letzter ist der FCI. Mit fünf Punkten. Und damit quasi auf Augenhöhe mit dem punktgleichen MSV als Vorletzten. Aber: Während Torsten Lieberknecht beim MSV trotz der Pauli-Pleite für Aufbruchstimmung gesorgt hat, ist der Trainerwechsel-Effekt in Ingolstadt komplett nach hinten los gegangen. Ende September hat Alexander Nouri den Trainerposten übernommen - und muss nach vier Niederlagen in vier Spielen, darunter eine 0:4-Klatsche in Sandhausen, schon jetzt um seinen Job bangen. "Wahnsinn, wie schnell das manchmal gehen kann", staunte auch Torsten Lieberknecht beim Blick auf das heutige Spiel, warnt jedoch entschieden davor, die taumelnden Ingolstädter zu unterschätzen.

Nach der Entlassung des Sportdirektors Angelo Vier und der Aussprache mit den Fans werde Ingolstadt "aggressiv und ungemein gepusht" zu Werke gehen, ist sich der neue MSV-Chefcoach sicher. Von seiner Truppe erwarte er mehr denn je "einen kühlen Kopf, und dass wir komplex und zielstrebig bleiben."

Auswärtsspiele scheinen seinem Team ohnehin besser zu liegen. "Da haben wir schon öfter ein gutes Gesicht gezeigt", weiß auch Lieberknecht, der von einem "Rucksack" spricht, den sein Team zu Hause aufzuhaben scheint. Einige Dinge, die Lieberknecht ändern möchte, sieht er schon auf einem guten Weg. Die defensive Stabilität, die zwei letzten Gegentreffer nach Standards mal ausgenommen, gefällt ihm. "Aus dem Spiel haben wir gegen Köln und Pauli nur ganz wenig zugelassen." Auch die taktische Flexibilität und die Zielstrebigkeit hätten sich schon verbessert. Sprich: "Auf den Gegner während des Spiels reagieren, und dabei mehr Abschlüsse und weniger Dribblings und Schnörkel bringen." Die Entwicklung geht also voran. Und Torsten Lieberknecht betont stets, dass man angesichts von noch 24 ausstehenden Spielen nicht jetzt schon in Panik verfallen dürfe. Gegen drei Punkte am Sonntag würde er sich aber vermutlich auch nicht wehren...

(Niederrhein Verlag GmbH)