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Rückkehr zum „Betze“

Rückkehr zum „Betze“
Zum Auftakt der letzten Zweitligasaison der Zebras gab es daheim eine 1:3-Niederlage für Stanislav Iljutcenko und Co gegen die Roten Teufel. Das soll heute in Kaiserslautern anders aussehen, hofft MSV- und Ex FCK-Co-Coach Ilia Gruev. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Ilia Gruev und der MSV Duisburg müssen Sonntag, 13.30 Uhr, im altehrwürdigen Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ran. Für den MSV-Chefcoach ist die Rückkehr auf den "Betze" eine ganz besondere. Von Steffen Penzel

Klar, Ilia Gruev hat eine emotionale Bindung zum 1. FC Kaiserslautern. Schließlich war er ja insgesamt fast drei Jahre als Co-Trainer bei den Roten Teufeln beschäftigt. Und aus seiner Verbundenheit macht er auch keinen Hehl. "Ja, ich freue mich auf das Spiel. Der Betze´ ist immer etwas Besonderes." Aber die Umstände für Gruev sind mittlerweile etwas andere. Denn er kommt als Chefcoach der Gastmannschaft in die Pfalz zurück - und er will Punkte ins Ruhrgebiet entführen. "Wir wollen etwas Zählbares aus Kaiserslautern mitnehmen", sagt Gruev. Und zu emotional soll seine Rückkehr auch nicht werden. Muss sie auch nicht, "schließlich hat sich beim FCK in den vergangenen Jahren einiges verändert." Beim FCK, mittlerweile Tabellenschlusslicht der 2. Liga, ist in den vergangenen Monaten auf mehreren Ebenen das Chaos ausgebrochen. Was aber gleich geblieben ist, ist die Tradition, die den Club am Betzenberg umgibt. Und da haben wir schon die Schnittmenge mit dem MSV. "Es wird ein Duell der Traditionsvereine", so Gruev, der "einen heißen Tanz" erwartet. "Schließlich brauchen beide Teams die Punkte ganz dringend."

Sportlich ist Jeff Strasser mittlerweile bei den Teufeln in der Verantwortung. "Und unter ihm", warnt Gruev, "sind die beiden letzten Spiele mit vier Punkten positiv gelaufen." Positiv bewertet der Deutsch-Bulgare aber auch die jüngste Entwicklung des MSV Duisburg. Das 0:0 gegen Braunschweig hat ihm gut gefallen. "Wir haben die Länderspielpause genutzt, um wieder defensive Stabilität zu bekommen." Doch keine Sorge, das Spiel nach vorne will Gruev nicht einstellen lassen. "Wir suchen aber gerade noch die optimale Balance zwischen Defensive und Offensive."

Die Kompaktheit aus dem Braunschweig-Spiel hat auch Kingsley Onuegbu gut gefallen. Und auch er gibt sich gelassen. "Wir sind immer gut für ein Tor. Es wird ein schweres Spiel, aber ich denke, wir können was mitnehmen und werden auch nach dem Spiel über dem Strich stehen."

Personell sieht es so aus, dass Branimir Bajic und Nico Klotz ausfallen werden. Dafür steht die Kader-Rückkehr von Tim Albutat kurz bevor. "Es ist seit zehn Tagen im Mannschaftstraining und macht große Fortschritte", so Gruev, der grünes Licht für den Einsatz von Albutat für heute bekommen hat. Und auch Borys Tashchy, der nur dosiert trainieren konnte, wird wohl auflaufen können. "Es sieht ganz gut aus bei ihm, wahrscheinlich werde ich mit ihm planen können."

(Niederrhein Verlag GmbH)