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MSV verliert gegen Fürth nach frühem Rückstand mit 0:1
Nackenschlag in der 2. Minute

MSV verliert gegen Fürth nach frühem Rückstand mit 0:1: Nackenschlag in der 2. Minute
Und wieder nichts: Moritz Stoppelkamp zieht aus kurzem Winkel ab - und versenkt das Leder im Außennetz... FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Der MSV bleibt das tor- und punktlose Schlusslicht der 2. Liga. Gegen Greuther Fürth sorgte ein Blackout für die Entscheidung. Von Steffen Penzel

Lukas Fröde traf es auf den Kopf: "Wir kämpfen, wir ackern, wir legen alles rein. Und: Wir machen ja nicht alles falsch, aber wir machen vieles falsch - und das leider in den entscheidenden Situationen." Damit hatte der Mittelfeld-Turm ein aus MSV-Sicht ziemlich ernüchterndes Spiel korrekt zusammengefasst. 

Ilia Gruev blieb seinem Kurs treu und ließ im Sturm fleißig rotieren. Diesmal durften John Verhoek und Stanislav Iljutcenko ihr Glück von Anfang an versuchen. In der Startelf stand auch Ahmet Engin, der im Mittelfeld mal über rechts mal über links kam. Wenn es mal beschissen läuft, dann aber auch so richtig: Es waren noch keine 120 Sekunden gespielt, da füllte sich die schauinslandreisen-Arena mit den ersten gellenden Pfiffen. Was war passiert? Erst verlor Gerrit Nauber in der Innenverteidigung nach schlampigem Pass von Iljutcenko den Stand, dann blieb Daniel Davari viel zu lange auf seiner Linie kleben, rutschte dann passenderweise auch noch mal weg - und so hatte der Fürther Tobias Mohr leichtes Spiel und traf zum frühen 1:0 für die Gäste aus Bayern.

"Auf geht's Duisburger Jungs" skandierte die Nordkurve unverdrossen. Und die wegen ihres schlimmen Saisonstarts sowieso schon verunsicherten Zebras probierten, den frühen Schock möglichst gut zu verpacken. In der 21. Minute hatte Verhoek eine halbwegs gute Möglichkeit, sein Kopfball stellte die sattelfeste Fürther Defensive aber vor keine ernsthaften Probleme. Auf der anderen Seite war es Daniel Davari, der zehn Minuten später gut gegen Fabian Reese reagiert und das 0:2 verhinderte. In der 38. Minute hatten die MSV-Fans dann nach Wolze-Freistoß schon den ersten Torjubel der Saison auf den Lippen, aber Sascha Burchert im Fürther Kasten parierte Sebastian Neumanns Kopfball aus kurzer Distanz stark. Mehr passiert nicht im ersten Durchgang.

In Hälfte zwei änderte sich zunächst nicht viel. Die abgeklärten Gäste aus Bayern standen weiter stabil und warteten geduldig auf ihre Chancen. Der MSV, ziemlich früh und mit Richard Sukuta-Pasu für den angeschlagenen John Verhoek aus der Kabine gekommen, mühte sich nach Kräften, und kam auch zu guten Möglichkeiten. In der 50. Minute war Burchert gegen den emsigen Andy Wiegel zur Stelle, zwei Minuten später vergab Reese eine hochkarätige Doppelchance zur Vorentscheidung. Danach hatten Stoppelkamp und Sukuta-Pasu gute Möglichkeiten. Der MSV drückte weiter, Fürth sah sich immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt, blieb aber, wie beim Fernschuss von Sebastian Ernst in Minute 66 und durch Daniel Keita-Ruel zwei Minuten später, weiter gefährlich. In beiden Situationen war Davari mit guten Paraden zur Stelle.

In der 72. Minute verpasste Iljutcenko knapp, danach brachte Ilia Gruev Cauly Souza und Boris Tashchy für Engin und Schnellhardt. Nur, der erhoffte Effekt blieb aus. Am Ende schienen die Hausherren zu viele Körner gelassen zu haben - und so blieb es beim bitteren 0:1 aus MSV-Sicht.

Wieder null Punkte, wieder kein Tor geschossen. Vor der Länderspielpause gibt der MSV dank der Torkrise bei allem Bemühen ein ziemlich tristes Bild ab. "Wir erspielen uns ja gute Möglichkeiten. Aber wir müssen dann die Dinger auch einfach mal rein machen", schloss Lukas Fröde. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen...