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Zebras trennen sich 1:1 vom niederländischen Erstligisten
MSV sortiert Trio aus und spielt Remis gegen Groningen

Zebras trennen sich 1:1 vom niederländischen Erstligisten: MSV sortiert Trio aus und spielt Remis gegen Groningen
MSV-Neuzugang Havard Nielsen bekam gegen den FC Groningen viel Spielpraxis. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Das Testspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem FC Groningen endete nach 90 Minuten mit 1:1. Die Nachricht des Tages gab es aber vor dem Anpfiff zum Testspiel. Von Steffen Penzel

Ivo Grlic hatte es ja schon im Laufe der Woche angekündigt, dass der MSV seinen Kader ein wenig ausmisten will. Nun gab es Vollzug. Ein Trio kann sich ab sofort nach einem neuen Verein umschauen. "Torsten Lieberknecht und Ivo Grlic haben Thomas Blomeyer, Daniel Davari und Yanni Regäsel gesagt, dass sie nicht mehr mit ihnen planen", gab MSV-Pressesprecher Martin Haltermann vor dem Anpfiff des Testspiels gegen den Ehrendivisionisten FC Groningen zu Protokoll. Gerade der Fall Regäsel ist ein bitterer. Erst im Sommer gekommen, hat sich der Abwehrspieler ziemlich zügig ins Abseits gedribbelt. Sein letzter Auftritt im MSV-Dress wird ihm zudem nicht in guter Erinnerung bleiben. Beim Heimdebakel gegen Dresden lieferte der Defensivmann eine gruselige Vorstellung ab und wurde schon zur Halbzeit vom Feld genommen. Thomas Blomeyer hat bei den Zebras nie wirklich Fuß fassen können, insofern ist seine Ausbootung wenig überraschend. Und auch die Causa Davari ist nach der Verpflichtung von Torwart Felix Wiedwald nur logisch.

Zum Spiel: Auf dem aufgeweichten Rasen an der Westender Straße passierte in der ersten Halbzeit nicht wirklich viel. Die Zebras, mit Sturmneuzugang Havard Nielsen, der als hängende Spitze quasi die Tashchy-Position spielte, und Wiedwald im Kasten gestartet, sahen sich zumeist in die eigene Hälfte gedrängt. Die wenigen offensiven Möglichkeiten ließen Cauly Souza und Dustin Bomheuer liegen. Trotz des optischen Übergewichts erspielte sich der niederländische Erstligist keine wirklich zwingende Torchancen. Das Duisburger Abwehrbollwerk stand, Felix Wiedwald wurde nie ernsthaft geprüft.

Für den zweiten Durchgang wechselte Torsten Lieberknecht bis auf Bomheuer, Souza und Nielsen komplett durch. Das Tor des Tages für die Gastgeber erzielte Ahmet Engin in der 56. Minute per Elfmeter. Zuvor war Lukas Daschner im Strafraum zu Fall gebracht worden. Für den Endstand sorgte Remco Balk auf Seiten der Holländer (77. Minute). Nach der Partie zeigte sich der MSV-Chefcoach zufrieden: "Wir sind froh, dass wir bereits im ersten Match gegen den FC Groningen spielen durften. Das war ein Gegner auf hohem Niveau und für uns ein super Testspiel."