| 15.22 Uhr

Zebras verlieren 0:4 in Regensburg
MSV kassiert kalte Dusche

Zebras verlieren 0:4 in Regensburg: MSV kassiert kalte Dusche
Nichts zu holen gab es für Boris Tashchy, hier gegen Marvin Knoll, und seinen MSV Duisburg bei Jahn Regensburg. FOTO: Nico Herbertz
Regensburg. 0:3 stand es nach aus MSV-Sicht ziemlich gruseligen 45 Minuten in der Regensburger Continental-Arena. Damit war das Spiel praktisch entschieden. In Hälfte zwei passierte nicht mehr viel. Von Steffen Penzel

Gerrit Nauber war froh als er dem kalten bayerischen Dauerregen entflohen war. Gar nicht froh war er über den Spielverlauf. "Das war heute ein gebrauchter Tag für uns, jedes Ding wurde bestraft." Es waren noch keine 40 Minuten gespielt, da war das Match für die Zebras endgültig gelaufen. Marc Lais hatte in der 39. Minute nach Musterkonter soeben zum 3:0 für die Gastgeber getroffen - und die Köpfe der Duisburger gingen endgültig in Richtung des seifig-nassen Untergrunds.

Dabei fing es eigentlich ganz vielversprechend an für die Gäste. "Wir sind eigentlich auch echt gut in die Partie reingekommen, dürfen uns dann aber nach dem 0:1 nicht so hängen lassen", fand auch Gerrit Nauber. Der MSV startete selbstbewusst und hatten nach fünf Zeigerumdrehungen schon zwei ansprechende Chancen durch Tim Albutat und Stanislav Iljutcenko zu verbuchen. Gejubelt wurde aber kurze Zeit später auf der Gegenseite. Nach abgefälschtem Nandzik-Schuss traf Marco Grüttner für die Hausherren zum 1:0- Gerrit Nauber hatte die Abseitsposition von Grüttner aufgehoben. Der MSV zeigte sich unbeeindruckt, spielte weiter flüssig nach vorne – nur der letzte, entscheidende Pass oder Tick fehlte oftmals. Konsequenter machte es wieder der Jahn. Diesmal zog Jonas Niedfeldt gegen Gerrit Nauber ("Das hat er stark gemacht") aus 20 Metern trocken zur 2:0-Führung (26.) für die Bayern ab. Die verwalteten die Führung gegen zunehmend frustrierte und verunsicherte Gäste nun geschickt. Dann kam Lais und entschied die Partie noch vor dem Halbzeittee. Das neu sortierte MSV-Mittelfeld mit Tim Albutat für den gesperrten Lukas Fröde an der Seite von Fabian Schnellhardt stand nur Spalier, in der Defensive fehlte es an korrekter Absprache und Abstimmung, der MSV hatte der Power der Hausherren nichts entgegen zu setzen.

In Halbzeit zwei mussten die Gäste zu allem Überfluss noch ohne Mark Flekken auskommen, der bei einer Rettungstat nach Bomheuer-Kopfball gegen den Pfosten geknallt war und mit einer Gehirnerschütterung ausschied. Für ihn kam Daniel Zeaiter. Die Halbzeit zwei ist schnell erzählt: Regensburg spielte seinen Streifen runter, war aber überschaubar motiviert, noch irgendein Risiko nach vorne einzugehen. Der MSV war bemüht, Ergebniskorrektur zu betreiben, biss sich am Jahn-Bollwerk aber die Zähne aus. Ein Tor gab's trotzdem noch. Und zwar das 4:0 für Jahn durch Uwe Hesse per Kopfball, den er im MSV-Strafraum in aller Ruhe ungestört platzieren durfte.
Trainer Ilia Gruev fasste sich nach dem Spiel kurz: "Wir standen einfach nicht geordnet und kompakt und haben den Matchplan leider nicht gut umgesetzt." Die MSV-Marschroute nach dem Spiel war klar: Spiel analysieren, abhaken und nach vorne aufs Heimspiel gegen Fürth am kommenden Samstag schauen. "Wir hatten jetzt fünf gute Spiele in Folge, da wirft uns ein schlechtes nicht aus der Bahn", wollte Gerrit Nauber betont wissen.