| 21.11 Uhr

Zebras siegen 3:0 gegen BVB-U23
MSV dreht in Halbzeit zwei auf

MSV mit starkem Testspielauftritt: MSV besiegt Dortmunder U23
MSV mit starkem Testspielauftritt: MSV besiegt Dortmunder U23 FOTO: Nico Herbertz
St. Johann. Mit dem Ruhrpottduell gegen die Dortmunder U23-Reserve startete der MSV heute Abend in die Testspielserie im österreichischen Trainingslager. Von Steffen Penzel

Ilia Gruev blieb im Koasa-Stadion von St. Johann seinem System treu und wechselte in der Halbzeit ein Mal komplett durch. Der MSV-Coach ging mit folgender Startelf ins Rennen: Im Kasten stand Daniel Davari, vor ihm spielten Andy Wiegel rechts und Young-Jae Seo links. Das Innenverteidiger-Duo bildeten Gerrit Nauber und Dustin Bomheuer. Im zentralen Mittelfeld stand Christian Gartner an der Seite von Lukas Fröde. Auf den Flügeln begannen Cauly Souza und Joseph-Claude Gyau. Im Sturm schenkte Gruev Lukas Daschner und John Verhoek das Vertrauen.

Es war zunächst das erwartete Spiel der müden Beine und des Ausprobierens. Die Zebras waren um Kontrolle und Struktur im Spielaufbau bemüht, aber die technisch starken und lauffreudigen Dortmunder hielten zunächst gut dagegen. Auch in Österreich gelten die Regeln der Fußball-WM: Tore fallen zumeist nach Standards. So auch in Minute 19. als Christian Gartner per Freistoß auf John Verhoek passte, der trocken zum 1:0 für die Zebras einnickte. Danach war es der BVB, der die besseren Chancen besaß, während der MSV hauptsächlich mit verteidigen beschäftigt war und gerade über die beiden Außenseiten ziemlich wenig kam. In Minute 41. bekam der MSV dann einen Elfmeter geschenkt, nachdem Gyau den leichten Kontakt im Strafraum dankend annahm. Trotzdem blieb es zur Halbzeitpause beim 1:0, weil Christian Gartner an BVB-Keeper Jan Reckert scheiterte.

In Halbzeit zwei durften dann Daniel Mesenhöhler, Sebastian Neumann, Thomas Blomeyer, Kevin Wolze, Enis Hajri, Tim Albutat, Fabian Schnellhardt, Ahmet Engin, Stanislav Iljutcenko, Moritz Stoppelkamp, Enis Hajri und Richard Sukuta-Pasu ran. Und, so viel vorweg, die neuen Elf machten ihre Sache, angetrieben vom starken Duo Schnellhardt/Wolze, mal so richtig gut und drückte den BVB von Beginn tief in seine Hälfte. Sukuta-Pasu war es, der schon nach sieben Zeigerumdrehungen zum 2:0 einschieben durfte, nachdem ihn Moritz Stoppelkamp über Links perfekt per Chip bedient hatte. Noch mehr Eigenwerbung betrieb der Neuzugang im Sturm in der 57. Minute, als er, von Sturmpartner Iljutcenko auf die Reise geschickt, alleine vorm Dortmunder Kasten souverän blieb, Torwart Reckert schön umkurvte und trocken zum 3:0 einschob. Danach mussten Schnellhardt & Co. den harten Trainingseinheiten der vergangenen Tage Tribut zollen und schalteten ein, zwei Gänge runter.

So blieb es beim 3:0 aus Zebra-Sicht - und Ilia Gruev blieb nicht viel mehr übrig, als seinen Jungs ein dickes Lob zu kredenzen: "Dafür, dass die Jungs müde waren, eine lange Busfahrt und zwei harte Einheiten von gestern in den Knochen hatten, war das sehr gut. Wir haben klare und clevere Entscheidungen getroffen. Und das Engagement hat auch gestimmt." Gruev blieb auch nicht verborgen, dass sich Dortmund lange tapfer wehrte. "In der ersten Halbzeit hatten wir sie nicht komplett im Griff. Die sind schon weiter in ihrer Vorbereitung und waren frisch und sehr gut am Ball." Aber die zweite Hälfte, in der der MSV das System umstellte und zentral quasi mit fünf Spielern agierte, habe dann den Ausschlag gegeben. "Da waren wir präsenter, hatten mehr Zugriff und mehr Anspielstationen im Mittelfeld. Wir waren deutlich präsenter. Da hatte Dortmund kein Zugriff mehr auf unser Spiel. Das hat richtig gut ausgesehen."

Der nächste Test findet dann am Sonntagmittag, 13 Uhr, in Zell am Ziller gegen Werder Bremen statt.