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Der MSV geht mit breiter Brust ins Heimspiel gegen Nürnberg
Mit Rückenwind zur Pokal-Revanche

Der MSV geht mit breiter Brust ins Heimspiel gegen Nürnberg: Mit Rückenwind zur Pokal-Revanche
Fabian Schnellhardt will den MSV am Samstag zum Heimsieg führen. FOTO: Archiv
Duisburg. Am Samstag geht's für den MSV weiter in Liga zwei. Der FC. Nürnberg kommt um 13 Uhr in die schauinsland-reisen-arena. Die Aussicht auf einen attraktiven Gegner und die starken Leistungen der Zebras in den vergangenen Spielen lassen die Ticketverkäufe ordentlich anziehen. "Wir rechnen mit 20.000 Zuschauern am Samstag", freut sich MSV-Pressesprecher Martin Haltermann auf eine schön gefüllte Hütte. Von Steffen Penzel

Und auch bei Ilia Gruev macht sich angesichts des Zuspruchs für sein Team Freude breit. "20.000 Zuschauer? Das ist eine tolle Zahl. Vor so vielen Zuschauern spielt man nicht jeden Tag. Das haben wir uns erarbeitet und verdient." Einen ganz großen Schritt nach oben in der Gunst des doch ziemlich kritischen Duisburger Publikums haben die Zebras am vergangenen Wochenende gemacht. Bei Arminia Bielefeld lieferte der MSV das perfekte Spiel: Massig Chancen kreiert, diese dann auch genutzt, starker Spielaufbau, Kontrolle im Mittelfeld, defensive Stabilität und Abgeklärtheit und das Ganze dann auch noch clever und seriös zu Ende gebracht. Da kann auch der Chefcoach nur anerkennend den Hut ziehen. "Das lief schon wirklich perfekt. Das freut mich sehr und dafür hat meine Mannschaft Respekt verdient. Jeder von uns hat jetzt noch mehr Selbstbewusstsein getankt." Abheben wird in Meiderich aber jetzt keiner. Dafür sorgt alleine schon das Trainerteam. "Wir sind Aufsteiger und bleiben bodenständig und bescheiden." Trotzdem traut Gruev seinen Jungs zu, "dass sie in dieser Liga eine gute Rolle" spielen können. Am Saisonziel Nichtabstieg ändere dieses Aussage aber natürlich nichts, schiebt er schnell hinterher.

Am Samstag kommt also Nürnberg. Die Franken haben im Pokal mit 2:1 beim MSV gewonnen, stecken gerade aber, auch nach der unglücklichen 0:1-Heimpleite gegen Pauli, zumindestens in einer Ergebniskrise, während der MSV Oberwasser hat. "Die Ausgangslage ist also ein ganz andere als vor dem Pokalspiel. Wir sind stabiler geworden in den vergangenen Wochen. Das wird ein ganz anderes Spiel", betont Gruev, der die starken Franken aber weiter zu den Topfavoriten der Liga zählt. Und auch sein wichtigster Mann, Fabian Schnellhardt, traut dem MSV zu, gegen die Nürnberger zu bestehen. "Jedes Spiel, außer Bielefeld, stand auf des Messers Schneide. Wir können jedes Spiel gewinnen, aber genau so gut auch jedes verlieren", so Schnellhardt, der nachlegt. "Unser Anspruch ist natürlich, zuhause zu punkten." Und auch im Pokalspiel hätte man laut "Schnelli" gesehen, dass der MSV über 95 Minuten das Tempo der Franken mitgehen und auch spielerisch mithalten kann.

Schnellhardt persönlich ist zufrieden mit seiner Entwicklung und der des Teams in Liga zwei. Klar, gibt er zu, könner er noch mehr in die Tiefe gehen und Torgefahr entwickeln, Stabilität und das Zusammenspiel mit Lukas Fröde würde aber schon sehr gut funktionieren. "Das klappt schon ziemlich gut mit uns, auch wenn wir natürlich noch Luft nach oben haben. Wir kennen uns schon lange, ergänzen uns gut und die Kommunikation stimmt. Wir verstehen uns auch auch außerhalb des Platzes gut", gibt es Lob für den neuen Kollegen an seiner Seite im zentralen Mittelfeld. Lob hat auch sein Trainer für seinen Schlüsselspieler parat. Er habe in Liga drei konstant Top-Leistungen gebracht. Dementsprechend hoch sei jetzt die Erwartungshaltung bei allen. "Aber Schnelli macht bisher in allen Spielen nur ganz wenig Fehler, spielt unaufgeregt und seriös." Trotzdem will Gruev, dass Schnellhardt seine Passquote von zumeist über 80 Prozent noch weiter verbessert. Und dass er in Sachen Torgefährlichkeit noch zulegt. Ganz zum Schluss kommt er dann kurz ins Schwärmen. Schnellis erster Ballkontakt - das zu sehen macht mir großen Spaß. Als Trainer und als Fußballästhet."