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Lukas Fröde und Ilia Gruev vor dem MSV-Spiel in Bielefeld
"Konzentration bis zum Schluss hoch halten"

Lukas Fröde und Ilia Gruev vor dem MSV-Spiel in Bielefeld: "Konzentration bis zum Schluss hoch halten"
Lukas Fröde (rechts) im Trainings-Zweikampf mit Dan-Patrick Poggenberg FOTO: Nagraszus
Duisburg. Ne, verlieren gehört nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Lukas Fröde. Er sei ein "emotionaler Spieler" - wie man ja an seiner überflüssigen gelb-roten Karte bei der Saisonpremiere (Fröde: "Das tat weh, im Anschluss auf der Tribüne sitzen zu müssen; daraus habe ich gelernt") gemerkt hat. Und gewinnen wolle er natürlich immer. Von Steffe Penzel

Umso mehr hat es den Mittelfeld-Neuzugang des MSV gewurmt, dass die Spiele in Dresden und daheim gegen Darmstadt in den letzten Minuten zugunsten des Gegners gekippt sind. Und umso mehr hofft der großgewachsene Abräumer, dass es am Samstag beim Gastspiel des MSV Duisburg in Bielefeld anders wird. "Wir können da was holen, absolut. Es waren alles enge Spiele, da entscheiden eben Kleinigkeiten. In Heidenheim hatten wir das Glück auf unserer Seite, in Dresden und gegen Darmstadt eben nicht. Aber es ist wichtig, dass wir die Konzentration bis ganz zum Schluss hoch halten."

Ilia Gruev schlägt in die gleiche Kerbe. Bei Dynamo war ein Stellungsfehler beim Standard, gegen Darmstadt eine nicht verhinderte Flanke ausschlaggebend, dass sein Team am Ende mit leeren Händen da stand. "Wenn wir uns diese Unkonzentriertheiten nicht erlaubt hätten, ständen wir jetzt ungeschlagen da", so der Trainer, der aber auch gleich nachschiebt, dass er sehr zufrieden mit den bisherigen Leistungen seines Teams in Liga zwei sei. "Wir haben in jedem Spiel gute Leistungen gebracht. Wir wollen den eingeschlagenen Weg weiter gehen und das jetzt nur noch optimieren." Das könne laut Lukas Fröde, der den MSV auf einem sehr guten Weg sieht, dann so aussehen. "Wir spielen schon von Anfang an einen guten Ball. Aber es klappt eben noch nicht alles. Wir sind in der Lage, die Spiele phasenweise zu bestimmen. Wir müssen da hin kommen, dass wir das von Spielanfang bis -ende hinbekommen."

Die Länderspielpause hat der MSV gut genutzt. Nach zwei freien Tagen im Anschluss ans Darmstadtspiel standen sieben Trainingseinheiten und zwei Testspiele gegen Mönchengladbach (1:2) und Speldorf (8:1) auf dem Programm. Seine Jungs hätten hoch motiviert gearbeitet, freute sich Gruev, dem, außer Tim Albutat und Zlatko Janjic, der gesamte Kader unverletzt zur Verfügung stand. Wichtig sei dem Chefcoach eben auch gewesen, unter Wetkampfbedingungen im Spielrhythmus zu bleiben. Und dann könne Bielefeld jetzt auch kommen. "Wir fahren da nicht zum Kaffee trinken hin, wir wollen Punkte", gibt Gruev die Marschroute vor. Gleichwohl weiß er auch, dass das Unterfangen kein einfaches wird. "Sie laufen viel, spielen kampfbetont, haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern und haben einen Top-Start in der Liga hingelegt."