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Der MSV spielt am Sonntag in Darmstadt
Kampfspiel am Böllenfalltor

Der MSV spielt am Sonntag in Darmstadt: Kampfspiel am Böllenfalltor
Applaus, so wie hier nach dem Heidenheim-Spiel, wird es auch Sonntag Mittag für die rund 1000 mitgereisten Fans geben. FOTO: Nagraszus
Duisburg. Der MSV Duisburg tritt Sonntag, 13.30 Uhr, bei Darmstadt 98 an. Die Hessen, bei denen Ex-Trainer Dirk Schuster wieder das Sagen hat, setzen auf Kampf, vollen Einsatz und lange Bälle. Der MSV muss ohne Fabian Schnellhardt, Cauly Souza und Christian Gartner auskommen. Von Steffen Penzel


Bei Kevin Wolze läuft es in dieser Saison einfach. Nicht nur, dass er seine Zebras als Kapitän anführt und auf seiner Position auf der linken Abwehrseite unersetzbar geworden ist - jetzt trifft der Defensivmann auch noch am laufenden Meter. Durch sein Doppelpack hat Wolze sein Torkonto in dieser Spielzeit auf fünf Treffer erhöht - so viel Tore hat kein anderer Verteidiger in Liga zwei in dieser Saison erzielt. "Ja, es läuft. Und so kann es gerne weiter gehen", schmunzelt der 27-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Darmstadt. Auch sein Trainer freut sich über die Entwicklung, die sein Mannschaftsführer genommen hat. Denn in der Vorsaison, und da macht Ilia Gruev auch keinen Hehl draus, lief es nicht so, wie der Coach sich das vorgestellt hat. Zum Ende der Saison büßte Wolze sogar seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite ein. "Da waren wir nicht zufrieden mit seiner Leistung - und das haben wir ihm auch gesagt." Wolze hat sich nicht in die Schmollecke zurück gezogen, sondern Gas gegeben - und das rechnet sein Trainer ihm hoch an. "Er hat sich die Kritik zu Herzen genommen und hart an sich gearbeitet. Er hat eine tolle Mentalität entwickelt und marschiert vorne weg", freut sich Gruev.

Vor dem nächsten Gegner, Darmstadt 98 haben Gruev und Wolze unisono Respekt. Beide erwarten ein kampfbetontes, schmutziges Spiel am Böllenfalltor. "Darmstadt ist durch Schuster zu seinen alten Tugenden zurück gekehrt. Sie spielen viele lange Bälle, gehen hart auf die zweiten Bälle. Das wird auf jeden Fall ein Kampfspiel" ist sich Kevin Wolze sicher. Damit erwartet die Zebras ein ähnlicher Gegner wie Heidenheim zuletzt. Nur, dass die Duisburger diesmal von Anfang an auf Augenhöhe sein wollen und anders als in Halbzeit eins gegen Heidenheim "defensiv kompakter und näher aneinander stehen" wollen, wie Wolze erklärt.
Personell muss Ilia Gruev improvisieren: Fabian Schnellhardt ist gesperrt. Für ihn wird Tim Albutat an der Seite von Lukas Fröde auflaufen, weil Neuzugang Christian Gartner mit einem Magen-Darm-Infekt flach liegt. Ebenfalls nicht auflaufen wird Cauly Souza. Und auch hinter dem Einsatz von Enis Hajri, der bisher nur dosiert trainieren konnte, steht ein großes Fragezeichen..