| 18.02 Uhr

MSV Duisburg gewinnt gegen SG Sonnenhof Großaspach
Iljutcenko schnürt den Doppelpack

MSV Duisburg gewinnt gegen SG Sonnenhof Großaspach: Iljutcenko schnürt den Doppelpack
"Die Fans haben uns nach dem Rückstand nach vorne gepeitscht“ - die Mannschaft bedankt sich. FOTO: Nagraszus
Duisburg. Doppelpack Stanislav Iljutcenko, 2:1 Sieg über die SG Sonnenhof Großaspach und den Rest der Liga auf Abstand gehalten: Der MSV hält dem Druck stand und liefert ab. Allerdings brauchte es dafür - wieder mal - einen Rückstand. Von Claudia Basener

"Erleichtert, nicht erfreut", zeigte sich Ilia Gruev nach der Partie, die für die Duisburger nicht gut begann. "Wir hatten Probleme ins Spiel zu kommen. Unser Plan, mit langen Bällen zu operieren, ging nicht auf", analysierte der Cheftrainer.

Halbzeit 1 ist daher auch schnell erzählt: Wiegel zwingt den gegnerischen Keeper in der 18. Minute mit einem strammen Schuss aus der Zentralen zu einer ersten Parade, in der 43. Minute vergibt Onuegbu aus aussichtsreicher Position. Viel mehr passiert nicht. Man merkt der Mannschaft an, unter welchem Druck sie steht. "Der Gegner hat es uns aber auch nicht leicht gemacht, es war schwer sich durch deren 5er-Kette zu kombinieren", so Dustin Bomheuer.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag: Shqirim Binakaj kommt über den rechten Flügel, sein Schuss kracht an den Pfosten, von dort an Mark Flekken und dann ins Tor: "Ein ungünstiges Tor zu einem ungünstigen Zeitpunkt", lautet das knappe Statement von Ilia Gruev zum Gegentreffer.
Doch der MSV zeigt Moral, beißt sich jetzt richtig ins Spiel rein. "Die Fans haben uns nach dem Gegentor nach vorne gepeitscht und wir haben mit aller Macht angegriffen", beschreibt Stanislav Iljutcenko, was der Rückstand auslöste.

Die Folge: Der Ausgleich in der 59. Minute. Iljutcenko verlängert einen Schuss von Kevin Wolze mit dem Oberschenkel ins Tor. Keine drei Minuten später klatscht ein Schuss von Janjic an den Pfosten. In der 75. Minute überrascht eine verunglückte Flanke von Kevin Wolze den Keeper und landet am Querbalken.
"Wir hatten viel Pech in dieser Phase", so Gruev. Doch da gibt es ja noch Iljutcenko, der das Glück auch einfach mal zwingen kann. In der 81. Minute erzielt der Torjäger den Siegtreffer zum 2:1. "Ja, es läuft momentan ganz gut bei mir. Aber wichtiger ist, dass ich dem Team helfen kann", erklärt der Doppeltorschütze nach dem Spiel.
Ilia Gruev lobt die Moral seiner Mannschaft, aber ganz zufrieden ist er nicht: "Ich würde mir wünschen, dass wir immer so spielen - und nicht erst nach einem Rückstand."