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Bilderstrecke: MSV schlägt Paderborn 2:0
Gnadenlos effektiv zum ersten Heimsieg

Bilderstrecke: MSV schlägt Paderborn mit 2:0
Bilderstrecke: MSV schlägt Paderborn mit 2:0 FOTO: Volker Nagraszus
Der erste Heimsieg steht! Der MSV schießt zwei Tore des Monats und schlägt den SC Paderborn mit 2:0. Von Claudia Basener

Duisburg. „Schön getroffen“, sagt Cauly Souza über seinen Treffer in der 24. Minute. „Tor des Monats“ nennt es das gesamte Stadion, als Souza das Ding aus 14 Metern in den Winkel hämmert. Und damit der Traumtore nicht genug: Auch das 2:0 war äußerst sehenswert. Boris Tashchy knallt den Ball 14 Sekunden nach seiner Einwechslung volley unter die Latte. „Das war das schnellste Tor in meiner Karriere“, freut sich Tashchy nach dem Spiel, dem die Jokerrolle nicht ganz so geschmeckt haben dürfte. „Wichtig ist, dass wir zuhause gewonnen haben. Wir sind auf einem guten Weg“, gibt er diplomatisch zu Protokoll.

Doch nicht nur die beiden Tore erfreuten. „Unser Matchplan war, stabil zu stehen und nach vorne Konter zu setzen“, verrät Andreas Wiegel nach der Partie. Und diesen sah Torsten Lieberknecht gut umgesetzt: Eine „stabile“ Defensive habe er gesehen, analysiert der Trainer auf der Pressekonferenz.

Einige Patzer leistete sich der MSV allerdings. Durch unnötige Ballverluste im Aufbauspiel kam Paderborn nach anfänglicher Zurückhaltung besser ins Spiel. „In den ersten 20 Minuten hatten wir mit dem MSV Probleme, da haben die engagiert nach vorne gespielt. Dann machen wir ein gutes Spiel aber leisten uns nach vorne zu viele Fehler. Da waren wir häufig nicht clever genug“, resümierte Paderborns Coach Steffen Baumgart. Nach vorne waren tatsächlich beide Teams über weite Strecken mit wenig Durchsetzungskraft. In der ersten Hälfte muss Mesenhöler in der 16. Minute einmal parieren, als Paderborn nach Ballgewinn schnell umschaltet und sich schön in den Strafraum spielt. Der MSV hat in der 32. Minute eine gute Möglichkeit, als ein schneller Seitenwechsel auf Wiegel gelingt, dessen Schuss aber abgeblockt wird und im Getümmel knapp neben’s Tor geht. Drei Torschüsse, zwei Tore - das ist gnadenlos effektiv. „Wir haben uns diesen Sieg erkämpft“, so Lieberknecht, der damit wohl gerade die zweite Halbzeit meinte, als seine Mannschaft kaum mehr was nach vorne macht und planlosen Paderbornern das Feld überlässt. Erst kurz vor Schluss weht jedoch ein Hauch von Gefahr durch Duisburgs Strafraum, doch Mesenhöler ist zur Stelle.

Erster Heimsieg, nächste Runde im Pokal erreicht - was für eine Woche für den MSV. „Das hat uns aber auch viel Kraft gekostet“, so ein humpelnder Souza, dessen Verletzung aus dem Bielefeldspiel wieder aufgebrochen ist. Jetzt stehe Regeneration auf dem Plan mit Blick Richtung Sandhausen.

(Niederrhein Verlag GmbH)