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Fröde setzt ein Zeichen

Fröde setzt ein Zeichen
Weiter ein Team: Ilia Gruev, Ivo Grlic und Lukas Fröde verkünden im Spielerhotel die Vertragsverlängerung. FOTO: Nico Herbertz
St. Johann. Lukas Fröde, erst im vergangenen Jahr von Würzburg nach Duisburg gewechselt, hat sich nach einer starken Zweitliga-Saison in etliche Scout-Bücher gespielt. Doch ein Vereins-Wechsel steht für den Mittelfeld-Abräumer nicht an - ganz im Gegenteil. Im Trainingslager im österreichischen St Johann verkündete er nun gemeinsam mit Ivo Grlic, Ilia Gruev, Ingo Wald und Peter Mohnhaupt die Verlängerung seines Vertrags. Von Steffen Penzel

Wenn der Sportdirektor, der Präsident, der Geschäftsführer und der Trainer zum Pressegespräch anrücken, weiß man, es gibt Wichtiges zu verkünden. Und wenn die dann auch noch Lukas Fröde im Schlepptau haben und alle irgendwie spitzbübisch und tiefenentspannt grinsen, werden es wohl gute Neuigkeiten sein, die es zu verkünden gibt. Und genau so war es dann auch. Lukas Fröde war nach der abgelaufenen Spielzeit neben Mark Flekken und Fabian Schnellhardt einer der Spieler, wo es zu befürchten galt, dass sie den MSV hinter sich lassen.

Aber weit gefehlt. Sportchef Ivo Grlic hat offenbar einen guten Job gemacht. Denn am 23-jährigen Fröde, der seinen am Ende der kommenden Saison auslaufenden Vertrag jetzt vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert hat, waren einige Vereine dran. Und so verkündete MSV-Präsident Ingo Wald, „dass wir mega froh und mega stolz sind“, dass der kompromisslose und kopfballstarke zentrale Mittelfeld-Mann mit der guten Übersicht verlängert habe. Die Ausweitung des Kontrakts werte Wald als „super Signal für Verein und Umfeld.“ Das zeige auch: „Der MSV stabilisiert sich weiter.“

Ähnlich sah das auch Ivo Grlic, der aus seiner Genugtuung keinen Hehl machte: „Lukas weiß, was er an uns hat und wir wissen natürlich auch, was wir an ihm haben“, so der Sportdirektor. Grlic sei stolz auf das Geschaffte. „Lukas ist ein Führungsspieler und schon extrem weit für sein Alter - auch wenn er natürlich in manchen Dingen auch noch eine Schüppe drauf legen kann.“

Den Ball nahm der Mann des Interesses gerne auf. Er wisse, so Fröde, das man sich immer entwickeln müsse und Dinge immer besser laufen könnten. In seinem Fall: „Ich denke, ich muss noch weiter voran gehen, muss noch mehr Verantwortung übernehmen und noch mehr Wucht in mein Spiel bringen.“

Bei Vertragsverlängerungen wird ja stets gerne die tolle Perspektive herangezogen. Da macht auch der Fall Fröde keine Ausnahme. „Ich habe lange mit Ivo gesprochen. Die Perspektiven, die er aufgezeigt hat und die Spielideen des Trainers für diese starke Mannschaft, die noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung ist, haben den Ausschlag gegeben.“ Er wisse, dass die kommende Spielzeit keine einfache werde. Unter dem Radar kann der MSV, bei dem er sich von Anfang an wohl und aufgenommen gefühlt habe, ganz sicher nicht noch eine Saison fliegen. „Die Mannschaften kennen uns jetzt und nehmen uns ganz anders wahr. Wir werden mit Sicherheit nicht mehr unterschätzt.“ Schlaflose Nächte bereite ihm das aber nicht: „Wir sind auf einem guten, auf einem richtigen Weg. Und wir sind in der Breite noch stärker aufgestellt als in der Vorsaison. Wenn wir hart arbeiten und bodenständig und demütig bleiben, werden wir auch in dieser Saison unsere Fans wieder stolz machen.“

Alles Worte, die Ilia Gruev runter gehen wie Öl. Der Coach ist natürlich auch „happy“, was die Verlängerung eines seiner wichtigsten Spieler angeht. „Lukas ist klar im Kopf, auf ihn ist immer Verlass. Er ist eine echte Bank geworden und sehr wichtig für uns - sowohl sportlich als auch menschlich...“

(Niederrhein Verlag GmbH)