| 21.08 Uhr

MSV spielt zum Trainingslager-Abschluss 1:1 gegen Würzburg
Ein Test im Zeichen der Taktik

Testspiel Nummer zwei für den MSV in Österreich: Zebras spielen Remis gegen Würzburg
Testspiel Nummer zwei für den MSV in Österreich: Zebras spielen Remis gegen Würzburg FOTO: Nico Herbertz
Wörgl. 1:1 hat der MSV Duisburg am letzten Tag des Trainingslagers in Österreich gegen die Würzburger Kickers gespielt. Und lia Gruev war zufrieden. Mit dem, was er gesehen hatte und vor allen Dingen mit der taktischen Disziplin seiner Truppe. Von Steffen Penzel

Denn gegen starke Würzburger ließen die Zebras nur ganz wenig zu. Die einzig zwingende Chance verwandelten die Bayern per Elfmeter zur 1:0-Führung. Tugrul Erat war zu spät dran und hatte seinen Gegenspieler Müller im Strafraum umgerempelt - ein vertretbarer Elfmeter, den Schuppan sicher verwandelte. Davor und danach macht die Gruev-Truppe genau das, was ihr Trainer sehen wollte. Kompakt stehen, zum Ball verschieben und attackieren, wenn es sinnvoll ist, Lücken im Verbund zustellen, dem Gegner wenig Raum zur Entfaltung lassen - alles Dinge, die in den vergangenen Tage in den Trainingseinheiten ganz oben auf der Agenda standen. Dazu kam, dass Gruev auch taktisch und personell wieder viel ausprobierte. So wechselte er nach 45 Minuten komplett durch und ließ seine Mannschaft auch wieder das 3-5-2-Sytem mit aufgerückten Außenverteidigern spielen, sobald der MSV den Vorwärtsgang eingelegt hatte. Nicht vergessen darf man bei allem: Den Spielern stecken intensive und anstrengende Trainingstage in den Knochen. Und die Würzburger waren, wie auch Karlsruhe am Samstag, bereits eine Woche weiter mit ihrem Trainingsplan.

Auf dem Platz merkte man das nicht. Der MSV dominierte die Partie, ohne drückend überlegen zu sein, stand sehr stabil, ließ wenig zu und sorgte mit eigenen, schönen Spielzügen für Verwirrung in der Kickers-Abwehr. Den schönsten Spielzug des Spiels hätte Kingsley Onuegbu zum 2:1 krönen können - doch der Stürmer verzog aus bester Position freistehend vor dem Würzburger Kasten. Das 1:1 fiel wie die Würzburger Führung ebenfalls nach Elfmeter. Simon Brandstetter war elfmeterreif gefoult worden und trat in der 32. Minute selbst an. Sein Schuss ins untere linke Eck saß. Kurz darauf jubelten die Zebras schon - aber der stark geschossene Wolze-Freistoß tropfte vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld.

Und so fiel auch das Trainer-Fazit nach 90 intensiven Minuten durchweg positiv aus: "Das war ein guter Test", befand Gruev nach der Partie. "Trotz Müdigkeit sind die Jungs das Spiel seriös angegangen, es waren gute Spielzüge dabei, wir waren dominant und standen auch taktisch gut. Von daher bin ich mit beiden Halbzeiten zufrieden."

Nicht mit von der Partie waren Baris Özbek, der seit gestern über muskuläre Probleme klagt, und Tim Albutat. Der Mittelfeldmann konnte wegen starker Sprunggelenksbeschwerden bereits seit Donnerstg nicht mehr trainieren und trat vorzeitig die Heimreise an. In Duisburg soll nun genau untersucht werden, wie schwer seine Verletzung ist.

Die letzte Trainingseinheit in Österreich steht morgen früh auf dem Programm. Noch vor dem Frühstück bittet Andreas Tappe zum Morgenlauf. Nach dem Essen geht es dann im Mannschaftbus zurück in Richtung Ruhrgebiet.