| 15.30 Uhr

MSV Duisburg gewinnt beim 1. FC Heidenheim
Die Zebras fahren den ersten Dreier ein!

MSV Duisburg gewinnt beim 1. FC Heidenheim: Die Zebras fahren den ersten Dreier ein!
Jaaaaaaaaaaaa, da ist dat Ding! FOTO: Nico Herbertz
Heidenheim / Duisburg. Der MSV Duisburg gewinnt nach couragierter Leistung beim 1. FC Heidenheim mit 2:1. Innerhalb von fünf Minuten drehen die Zebras nach einem 0:1 Rückstand das Spiel. Von Claudia Basener

Die ersten Minuten gehören dem MSV: Nach Heidenheimer Stellungsfehler kommt Brandstetter gefährlich nahe vors gegnerische Tor, doch ihm verspringt der Ball. Kurz darauf kann Heidenheims Keeper Müller einen abgefälschten Schuss von Wolze gerade so über die Latte lenken. Danach flacht die Partie ab; wenig Chancen, dafür viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Erst bemüht sich Heidenheim um Spielkontrolle, dann wird der MSV wieder aktiver. Mit frühem Pressing hält man sich den Gastgeber vom eigenen 16er – ohne aber selbst offensiv gefährlich zu werden. Kurz vor der Pause gibt's auf beiden Seiten mal 'n bisschen Strafraum-Action, aber letztendlich geht's mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Direkt nach Wiederanpfiff prüft Schnellhardt mit einem wuchtigen 20-Meter-Schuss aus halbrechter Position Müller. Aus dem Nichts und mit der ersten richtigen Chance in der 59. Minute geht aber Heidenheim durch Glatzel in Führung. Doch der MSV hat die richtig Antwort parat: Stoppelkamp setzt den Ball, nach cleverer Vorarbeit von Tashchy, aus zwölf Metern ins rechte Toreck. 61. Minute, 1:1! Und die Duisburger legen nach: Oliveira-Souza dribbelt sich an der rechten Strafraumkante durch, legt zum mitgelaufenen Tashchy rüber, der Beermann ins Leere grätschen lässt und links unten einnetzt. 65. Minute, 1:2! Die Tore haben der Partie gut getan, nun ist endlich Feuer drin. In der 78. Minute ist Flekken zur Stelle, als er ins rechte Eck fliegt und den Schuss von Wittek zur Seite abwehrt. Heidenheim wirft jetzt alles nach vorne, Duisburg lässt sie kommen und lauert auf den Konter. In der 89. Minute die Riesenchance für den FCH, doch erst Flekken, dann Bomheuer auf der Linie retten. Im Gegenzug vergibt Wiegel die Vorentscheidung, als er aus 12 Metern an Müller scheitert. Vier lange Nachspielminuten später ist es dann endlich so weit: Der MSV hat den ersten Dreier eingefahren.

"Spielerisch haben wir in dieser Saison schon eine gute Leistung gezeigt und uns jetzt auch belohnt. Ich bin stolz auf die Jungs", so ein überglücklicher Moritz Stoppelkamp nach der Partie, in der sein Team "über 90 Minuten die bessere Mannschaft war." Ilia Gruev sieht sich dem Klassenerhalt ein Stück näher, auch wenn die Saison noch jung ist: "Jeder Punkt zählt, drei sind natürlich noch besser."