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„So noch nicht erlebt“

„So noch nicht erlebt“
Andy Wiegel, hier in Aktion beim Training an der Westender Straße, setzt auf Teamgeist im Aufstiegsrennen. FOTO: Nagraszus
Duisburg. Das Schiff ist auf Kurs: Fünf Punkte Vorsprung auf Rang zwei und drei bei noch fünf ausstehenden Ligapartien - so die Ausgangslage des Tabellenführers MSV Duisburg im Aufstiegskampf der 3. Liga. Flügelflitzer Andy Wiegel spricht über die Stärken seines Teams und die anstehende Herausforderung für die Zebra-Elf. Von Steffen Penzel

Für Andy Wiegel wäre der erste Platz am Ende der Saison ein Novum. „Nein“, überlegt er, „Meister bin ich in der Tat noch nie geworden.“ Einmal Vizemeister mit Schalke 04 in der Jugend, dazu einmal Westfalenpokalsieger mit dem königsblauen Nachwuchs - das war’s. Um den ersten Meistertitel seiner Karriere unter Dach und Fach zu bringen, braucht es noch ein paar konzentrierte Auftritte. An Überzeugung und Einstellung mangelt es bei Wiegel jedenfalls nicht - er glaubt fest an sein Team und weiß um die Stärken der Zebras. „Unsere mannschaftliche Geschlossenheit plus die individuelle Klasse im Kader“ sei das große Plus der Duisburger im Finale um die begehrten Aufstiegsplätze. Und gerade die Wiederaufstehmentalität hat dem Flügelflitzer dabei immer wieder imponiert. „Wie oft wir in dieser Saison nach Rückstand zurückgekommen sind und die Spiele noch gedreht haben - das habe ich so noch nicht erlebt, das ist schon Wahnsinn“, schwärmt er.

Das Fazit des Halle-Spiels fällt auch bei Wiegel eindeutig aus. Mit dem Punkt könne man angesichts des Spielverlaufs gut leben. „Wenn wir auswärts punkten und zu hause gewinnen, läuft doch alles bestens.“ Und wenn dann auch noch die Konkurrenz mitspielt - umso besser. Auch wenn Wiegel beteuert, dass die Ergebnisse der Konkurrenz zweitrangig seien. „Wir brauchen nur auf uns schauen und wollen focussiert und konzentriert bleiben.“

Da bleibe auch kein Raum für besondere Aufregung im Ligaendspurt. „Wir gehen die Spiele jetzt genau so an wie die ganze Saison über. Aber klar merken wir langsam, dass es nicht mehr so viele Spiele sind.“ Und das Ganze habe ja logischerweise eindeutig seine gute Seite. „Wenn wir weiter punkten, wird es für die Konkurrenz mit jedem Spiel schwieriger an uns heran zu kommen.“

Vor dem vermeintlich leichten Heimspiel gegen Frankfurt warnt Wiegel. „Das wird ein wenig unberechenbar. Die sind so gut wie abgestiegen und haben gar keinen Druck mehr. Wir müssen unser Spiel konzentriert aufziehen und dürfen nicht leichtsinnig werden.“

(Niederrhein Verlag GmbH)