| 15.43 Uhr

„Alle werden beachtet“

„Alle werden beachtet“
Gute Laune mit dem neuen Coach Torsten Lieberknecht bei Fabian Schnellhardt und Joe Gyau. FOTO: MaBoSport
Duisburg. Seit Dienstag leitet Torsten Lieberknecht das MSV-Training an der Westender Straße. Er habe, so der neue Coach, „eine hoch motivierte Mannschaft“ vorgefunden. Und die gilt es jetzt auf das schwere Auswärtsspiel in Köln am Montagabend einzustellen. Von Steffen Penzel

Der Tabellenletzte muss zum Tabellenersten. Klar Sache, möchte man denken. Und klare Ausgangslage, möchte man meinen. Alles, außer einer richtigen Tracht Prügel wäre für den MSV schon ein Erfolg.

Torsten Lieberknecht sieht das ein wenig differenzierter. „Klar ist Köln haushoher Favorit.“ Aber, so der neue Zebra-Coach: „Auch in Köln gibt es für uns Punkte zu verlieren. Und wir brauchen die Punkte.“ Stabilität und defensive Kompaktheit werden am Montagabend beim Spiel gegen die Tormaschine der Liga an erster Stelle stehen. „Köln bewegt sich ganz speziell auf dem Platz. Und gegen Pauli hat man gesehen, dass jeder ihrer Angriffe auch in einem Torabschluss mündete. Da werden wir defensiv hart und sehr fokussiert gegen arbeiten müssen“, so Lieberknecht, dem aber auch nicht entgangen ist, dass der FC verwundbare Stellen offenbart hat - so zum Beispiel beim 3:5 zu Hause gegen Paderborn. „Wir wollen ihre wenigen Fehler nutzen. Warum sollte nicht auch den Kölnern mal einer durchrutschen.“

Am wichtigsten sei dem Coach ohnehin, dass er die Leidenschaft und den Willen auf dem Platz spüre. „Wunderdinge“ erwarte er von seiner Truppe nach einer Handvoll Trainingseinheiten nicht. Er selber wollte von den Spielern eine Reaktion auf den Trainerwechsel sehen. „Schließlich hat der Verein am ganz großen Fächer gezogen.“ Die Reaktion hat er gesehen. Und darauf gilt es jetzt aufzubauen - mit neuen Chancen auch für die zuletzt weniger Berücksichtigten. „Bei mir gibt es kein A- und B-Team. Alle werden beachtet. Trainingsleistung wird belohnt, aber ich entscheide auch mal aus dem Bauch heraus.“ Nur einer kann sich also hundertprozentig sicher sein, dass er am Montag spielt: „Daniel Mesenhöler wird im Tor stehen“, verriet Lieberknecht.

(Niederrhein Verlag GmbH)