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VfB siegt im Derby, MTV mit erster Pleite

VfB siegt im Derby, MTV mit erster Pleite
Max Molsner & Co. hatten es schwer gegen die VfB-Abwehr. FOTO: nagr
Duisburg. Handball: Der VfB Homberg war die Ton angebende Mannschaft im Duisburger Regionalliga-Derby. Der MTV lässt gegen Aldekerk erstmals Federn, während die Damen des Tus Lintfort schon den zweiten Saisonsieg einfahren konnten. Von Steffen Penzel

Es war das erwartet hitzige Derby - auf dem Platz und auf den Rängen. Aber am Ende blieben die erfahrenen Hausherren aus Homberg cool und abgebrüht und sicherten sich verdientermaßen die zwei Derby-Punkte beim 27:24 gegen die Wölfe Nordrhein. Wölfe-Coach Alex Tesch hatte noch vor dem Anpfiff vom Derby geschwärmt. „Da herrscht immer eine ganz besondere Stimmung, eine ganz besondere Rivalität. Für die Fans auf beiden Seiten ist es etwas ganz Besonderes und für den Handball in Duisburg von enormer Wichtigkeit“ Bei aller Rivalität sei Fairness aber das oberste Gebot, so Tesch.

Und so war es dann auch am Samstagabend. Die Spieler ließen sich von den verbalen Scharmützeln auf den Rängen nicht anstecken und konzentrierten sich auf den Sport. Nur ein einziges Mal kamen die Gäste beim 20:20 wirklich ran. Die anschließenden vier technischen Fehler auf Seiten der Wölfe ließen den VfB aber wieder davon ziehen. „Das war ein wenig der Knackpunkt. Da hätten wir das Spiel drehen können“, haderte Tesch, der trotzdem „stolz und zufrieden“ war, nach dem Abpfiff. So setzten sich die Schwarz-Gelben wieder ab und brachten den verdienten Sieg am Ende recht souverän nach Hause. Entsprechend zufrieden war auch VfB-Coach Achim Schürmann nach dem Abpfiff mit seinen Jungs. Er würde sie ja nicht oft loben, aber diesmal käme er nicht umhin. „Ich habe wenig zu meckern. Wir haben defensiv gut gestanden und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ein Sonderlob gab’s auch noch für Aaron Denter im VfB-Kasten. Das konnte auch Alex Tesch unterschreiben. „Aaron hat das Torhüterduell gegen Sebastian heute gewonnen.“

Die Wölfe stehen nun mit 1:7 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und empfangen am kommenden Samstag um 18 Uhr den Tabellenzweiten TuS Opladen. „Eine starke Truppe. Das wird ganz schwer für uns. Aber die Jungs ziehen weiter ordentlich am Kabel und werden sich irgendwann für ihren Aufwand belohnen“, ist Tesch zuversichtlich, dass sich sein Team aus dem Tabellenkeller rausarbeiten kann.

Die Homberger, aktuell mit 4:4 Punkten Neunter, fahren am Samstag zum heimstarken TV Rheinbach, der mit Rene Loenenbach einen der stärksten Mittelmänner der Liga in seinen Reihen hat.

Die erste Niederlage der laufenden Spielzeit gab es für den MTV Rheinwacht Dinslaken, der sein Heimspiel gegen starke Aldekerker mit 26:28 verlor. Lange Zeit sah es nach einer Packung für die Hausherren, die ohne Max Reede im Rückraum auskommen mussten, aus. Über die schnelle Mitte kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren.

Am Ende fighteten sich Dennis Backhaus & Co. gegen die stabilen Gäste aber wieder zurück in die Partie und hatten am Ende sogar noch die Chance auf einen Punkt. Aber der starke Julian Mumme machte mit seinem letzten von insgesamt sechs Treffern die Hoffnungen der wie immer furios anfeuernden Rheinwacht-Fans zunichte. „Wir haben uns in der ersten Hälfte teilweise überrollen lassen, waren zu brav in der Defensive und nicht abgebrüht genug“, musste MTV-Coach Harald Jakobs beobachten. Besser lief es dann in Hälfte zwei, die die Hausherren mit zwei Kreisläufern und mehr Zugriff in der Abwehr angingen. Am Ende ging der Sieg für die Gäste aber schon in Ordnung. Ein Highlight gibt es am kommenden Sonntag, wenn der MTV um 11.15 Uhr die SG Ratingen empfängt. Die Gäste, die unbedingt aufsteigen wollen, reisen mit dem teuersten Kader der Liga, inklusive zwei mazedonischer Nationalspieler und dem ehemaligen Champions-League-Sieger Petre Angelov im Kasten, an.

Bereits den zweiten Sieg der laufenden Zweitligasaison fuhren die Frauen des TuS Lintfort ein. Gegen den BSV Sachsen Zwickau setzten sich die Lintforterinnen mit 25:22 durch. Und dass, obwohl der Aufsteiger nach 20 Minuten schon mit 5:11 im Hintertreffen gelegen hatte. „Aber dann hat sich die Mannschaft zusammengerissen und noch zur Pause auf 10:13 verkürzt. In der Pause haben wir dann gemerkt, dass vielleicht doch noch was geht“ so Trainerin Bettina Grenz-Klein. Angetrieben von Torhüterin Laura Graef sowie Becky van Nijf und Annefleur Bruggemann in der Defensive zogen die Gastgeberinnen auf 2:20 davon - die Entscheidung. Im Angriff verdiente sich Leonie Lambertz Bestnoten. Bitter: Torjägerin Naina Klein verletzte sich bei einer Aktion am Knie und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Rückraumspielerin wird dem TuS nun erstmal fehlen.

(Niederrhein Verlag GmbH)