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VfB mit Kater in die Derbywoche

VfB mit Kater in die Derbywoche
Von Andreas Wink & Co. muss am Samstag mehr kommen, wenn sie im Derby gegen Julian Kamp und die Wölfe gewinnen wollen. FOTO: nagr
Niederrhein. Handball: Liganeuling MTV gewinnt auch das dritte Spiel. Wölfe punkten erstmals, während der VfB Homberg böse unter die Räder gerät. Samstag steigt das Duisburger Derby. Von Steffen Penzel

Das nennt man dann wohl mal einen Start nach Maß. Drei Mal sind die Regionalliga-Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken als Aufsteiger in der neuen Liga angetreten, drei Mal gab es danach das obligatorische Sieger-Selfie. Die Mannschaft von Trainer Harald Jakobs hat auch das Duell der Aufsteiger beim BTB Aachen mit 27:26 für sich entschieden und feiert damit endgültig den perfekten Saisonstart. Und der ist nicht unwichtig: Denn in den kommenden Wochen und bereits ab nächsten Sonntag warten die größeren Kaliber auf den MTV. In Aachen machten es die Gäste sogar noch unnötig spannend, nachdem sie, angefeuert vom gewohnt euphorisierten MTV-Anhang, Partie und Gegner lange gut im Griff hatten. Einmal mehr war es Marco Banning, der im MTV-Kasten die Punkte festhielt. „Dass es noch mal so eng und spannend wird, war unnötig. Am Ende sind wir einfach froh über die zwei Punkte“, freute sich ein geschaffter Harald Jakobs nach der Partie. Die nächste harte Prüfung steht für d ie Jakobs-Truppe am kommenden Sonntag an, wenn um 11.15 Uhr der TV Aldekerek in der Douvermannhalle zu Gast ist.

Rein gar nichts lief für den VfB Homberg bei seinem Gastspiel in Korschenbroich zusammen. Die Hausherren hatten sich nach ihrem Ligafehlstart einiges vorgenommen und zerlegten im zweiten Durchgang schwache Homberger beim 21:32 aus VfB-Sicht in ihre Einzelteile. „In der ersten Halbzeit war die Leistung noch in Ordnung. Unsere zweite Hälfte war dann aber miserabel und unterirdisch. Dafür habe ich weder eine Erklärung noch Verständnis“, polterte VfB-Coach Achim Schürmann nach der Klatsche gegen quirlige Hausherren. Bis zum kommenden Samstag sollte die Niederlage verdaut sein, denn dann steht nichts Geringeres als das Derby gegen die Wölfe Nordrhein (Anwurf 19.30 Uhr, Glückaufhalle) auf dem Plan. „Wenn wir taktische Vorgaben vom Coach nicht beachten und umsetzen, laufen wir Gefahr, auch im Derby gegen die Wölfe so deutlich zu verlieren“, mahnt VfB-Spieler Mirko Krogmann zu Disziplin.

Die Wölfe kommen ihrerseits nach dem Fehlstart gegen Dinslaken immer besser in Tritt. Drei Minuten vor dem Abpfiff lag die Mannschaft von Trainer Alex Tesch in ihrem Heimspiel gegen Köln-Wahn noch mit drei Toren im Hintertreffen. Mit einer Energieleistung holten Julian Kamp & Co. noch das 28:28 und damit den ersten Punkt der jungen Saison. Zwei weitere sollen am Samstag gegen den Lokalrivalen aus Homberg folgen. An Motivation wird es nicht mangeln, versichert Alex Tesch: „Wir sind alle heiß auf das Derby und wollen natürlich gewinnen.“ Aber mit seinem jungen Kader geht Tesch „als klarer Außenseiter“ ins „heiße Derby“. „Wenn wir aber Tempo machen und cool bleiben, haben wir eine Chance.“

(Niederrhein Verlag GmbH)