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MSV empfängt am Sonntag die "Eisernen"
Union imponiert Gruev

MSV empfängt am Sonntag die "Eisernen": Union imponiert Gruev
Borys Tashchy ist nach seiner Verletzung wieder schmerzfrei und will seine Statistik von vier Saisontreffern gegen Union Berlin ausbauen. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Gegen den FC Union Berlin unternimmt der MSV Duisburg Sonntag Mittag ab 13.30 Uhr einen weiteren Versuch, erstmals in dieser Saison einen Sieg vor heimischem Publikum einzufahren. Die Elf von Jens Keller kommt allerdings mit mächtig Rückenwind und einem starken Lauf im Gepäck nach Duisburg. Von Steffen Penzel

Diese Statistik sollte den Zebras Mut machen. 12 Punkte weist der Tabellen-14. nach elf Spieltage bereits auf. Im letzten Zweitligajahr in der Saison 15/16 benötigten die Duisburger dafür sage und schreibe 19 Spieltage. Aber, und das ist ja die Tücke an Statistiken. Es gibt da noch eine. Und die spricht dann doch eher für den Gegner Union Berlin. Denn die Keller-Elf hat seine letzten vier Ligaspiele allesamt ziemlich souverän gewonnen. Oben drauf kommt noch der starke Auftritt im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen, wo die "Eisernen" nur äußerst unglücklich und am Ende mit einem zu deutlichen Ergebnis (1:4) ausgeschieden sind. "Union hat ein Top-Team beisammen und hat uns alles abverlangt", gab es nach dem Aus Respekt von Bayer-Coach Heiko Herrlich.

Und auch Ilia Gruev weiß um die Stärke des Gegners. Gruev war in Leverkusen im Stadion. Und was er da von Union gesehen hat, hat ihn schwer beeindruckt. "Sie haben neun Spieler reinrotiert und waren trotzdem noch so stark", hat ihn die Berliner Kadertiefe imponiert.

Überhaupt sei Berlin mindestens auf Augenhöhe mit der Bayer-Elf gewesen. "Sie waren auf Augenhöhe und haben mit viel Selbstvertrauen gespielt. Ihre Ballsicherheit, ihr starkes Gegenpressing und ihre individuelle Top-Qualität - wir wissen, was auf uns zukommt, und dass das eine extrem harte Aufgabe wird." Bange ist dem MSV-Chefcoach deswegen aber nicht. Denn das, was seine Elf zuletzt auf den Rasen gebracht hat, macht ihn sehr zuversichtlich. Unaufgeregt, stabil, fokussiert und ruhig habe sich sein Team in Lautern präsentiert. "Wir stehen hinten gut und glauben an uns. Unsere Stabilität, die uns letzte Saison so stark gemacht hat, ist wieder da", freut sich Ilia Gruev.

Freude bereitet ihm auch, dass sein Top-Stürmer nach seiner Verletzung immer besser in Schwung kommt. "Es ist schade, dass ich mich verletzt habe. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich bin jetzt wieder schmerzfrei", kündigt Borys Tashchy an. Sein Team werde alles geben, um den ersten Heimsieg der Saison einzutüten. "Wir haben die Qualität. Und wir geben alles gegen diesen sehr schweren Gegner."

Nicht mit dabei sein wird Enis Hajri, der zuletzt für Stabilität auf der rechten Abwehrseite gesorgt hat, aber gegen Union seine Gelbsperre absitzen muss. Für Hajri könnte Andy Wiegel in die Startelf rutschen. Oder aber auch Tugrul Erat, der wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist...

(Niederrhein Verlag GmbH)