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Die Handballspiele der Regionalliga im Überblick
Favorit lässt beim VfB Federn

Die Handballspiele der Regionalliga im Überblick: Favorit lässt beim VfB Federn
Packende Fights am Kreis gab es wie hier zwischen Marius Brunotte, Christian Mergner und Lukas Plaumann
Niederrhein. Handball: Der unumstrittene Aufstiegsfavorit der Regionalliga Nordrhein, die SG Ratingen, musste sich beim VfB Homberg mit einem Punkt begnügen. Für die Wölfe Nordrhein und den MTV Rheinwacht setzte es deutliche Niederlagen in der Fremde. Von Steffen Penzel

Mirko Krogmann war der umjubelten Mann beim VfB Homberg. Quasi mit der Schlusssirene nagelte der Homberger Rückraum-Brocken mit seinem sechsten Treffer an diesem Tag das Leder zum verdienten 26:26 in den Giebel des Ratinger Kastens - der Rest war Jubel in Schwarz-Gelb.

Denn da war kein Fallobst-Gegner im Duisburger Westen zu Gast, das waren die mit satten Geldern aufgepäppelten Ratinger samt ihrer mazedonischen Nationalspieler-Troika. Die wollen aufsteigen, aber die sind nun auch schon, nach den Pleiten in Rheinbach und Dinslaken, zum dritten Mal in der noch recht jungen Saison gestolpert. "Das war, gerade in der zweiten Halbzeit, eine richtig starke Leistung meiner Truppe gegen den Topfavoriten der Liga", freute sich VfB-Coach Achim Schürmann diebisch über den unverhofften Punktgewinn. Den Schlüssel zum Remis sah Schürmann "darin, dass wir einfach bis zum Umfallen gefightet haben." Dazu kam, so Schürmann, dass seine Jungs bei diesem Fight einen kühlen Kopf bewahrt hätten, "während die Ratinger doch das eine oder andere Mal den Kopf verloren haben." Ein Sonderlob gab es für Mirko Krogmann, der mit dem letzten Treffer "das I-Tüpfelchen auf seine starke Leistung" gesetzt habe, so sein Coach. Für den VfB, der mit 8:8 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz steht, geht es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim TV Jahn Köln-Wahn weiter.

Für die Wölfe Nordrhein stand am Wochenende ein wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt an. "Das ist ein richtiges Vier-Punkte-Spiel für uns", machte auch Wölfe-Coach Alex Tesch im Vorfeld der Partie noch mal deutlich. Das Problem: Das Vier-Punkte-Spiel bei der HSG Siebengebirge ging mit 28:22 an die Spielgemeinschaft. Und damit stecken die Wölfe, die in David Kryzun (sechs Treffer) ihren besten Torschützen hatten, wieder mitten drin im Abstiegskampf der Liga. Denn weil auch die zuletzt sehr schwachen Adler aus Königshof gepunktet haben, ist es nur ein winziges Pünktchen von den Wölfe auf Rang 10 auf die Adler als Tabellenletzter. Umso wichtiger ist also die nächste Aufgabe. Die steht am kommenden Sonntagnachmittag an, wenn die Tesch-Truppe um 16 Uhr die starke, aber zuletzt schwächelnde, Reserve von TuSEM Essen in der Sporthalle an der Krefelder Straße zu Gast hat.

Bis 20 Minuten vor dem Abpfiff sah es eigentlich ziemlich gut für den MTV Rheinwacht Dinslaken bei seinem Gastspiel beim heimstarken TuS Opladen aus. 18:18 stand es da. Doch dann zog der TuS die Zügel an - und der bisher so furios aufspielende Aufsteiger konnte nicht mehr folgen. Dass die Niederlage dann am Ende ein paar Tore zu hoch geriet, fiel auch nicht mehr wirklich ins Gewicht. Am kommenden Wochenende hat der Tabellenzweite spielfrei.

(Niederrhein Verlag GmbH)