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Handball-Regionalligaderby am Sonntag in Dinslaken
Die Homberger sind gewarnt

Handball-Regionalligaderby am Sonntag in Dinslaken: Die Homberger sind gewarnt
Freuen sich aufs Derby: Andreas Wink und Mirko Szymanowicz. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg/Dinslaken. Eine kniffelige Aufgabe erwartet die Regionalliga-Handballer des VfB Homberg am kommenden Sonntag. Denn dann muss die Schürmann-Truppe um 11.15 Uhr beim furios in die Liga gestarteten Aufsteiger MTV Rheinwacht Dinslaken antreten. Achim Schürmann schiebt der Jakobs-Mannschaft die Favoritenrolle zu. Von Steffen Penzel

Es gibt bestimmt dankbarere Aufgaben, als auswärts in der Dinslakener Douvermannhalle anzutreten. Denn die ist nicht nur voll besetzt mit frenetisch anfeuernden Heimfans, die beherbergt auch noch die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga. So richtig wusste das Team von Trainer Harald Jakobs vor Saisonbeginn nicht, wo sie als Aufsteiger stehen würden. Dann kam das Auftaktspiel bei den Wölfen in Rheinhausen. Und die wurden humorlos mit 37:28 aus der Halle an der Krefelder Straße geblasen. Wer das als Eintagsfliege abtun wollte, sah sich spätestens nach dem furiosen 30:27-Heimsieg gegen den Aufstiegsfavoriten aus Ratingen getäuscht. Und: Selbst wenn der zentrale Spieler, Kreisläufer und Abwehrchef Dennis Backhaus, mal nicht dabei ist, klappt's mit dem Siegen. Siehe den 31:27-Auswärtssieg in Köln am vergangenen Spieltag.

Der starke Start des Aufsteigers spiegelt sich auch in der Tabelle wieder. Denn die führt der MTV gemeinsam mit dem TSV Bonn an. "Jetzt wissen wir, dass wir in dieser Liga gut mithalten und offenbar fast jeden an guten Tagen auch schlagen können", verkündete MTV-Coach Harald Jakobs nüchtern und ohne dick aufzutragen.
Im Homberger Lager ist man vor dem Gastspiel bei Rheinwacht auf jeden Fall gewarnt. "Uns erwartet ein unfassbarerer starker Aufsteiger. Der MTV steht zurecht da oben. Sie haben einen sehr ausgeglichenen Rückraum und mit Dennis Backhaus und Christoph Enders eines der stärksten Kreisläufer-Paare der Liga. Wir reisen sicherlich nicht als Favorit dahin, wollen aber einen heißen Kampf liefern und was mitnehmen", freut sich VfB-Coach Achim Schürmann auf ein "heißes Derby".

"Wir müssen von Anfang an hellwach sein. Dinslaken hat eine ausgeglichene Mannschaft, die an guten Tagen jeden schlagen kann", weiß VfB-Rückraumkeule Mirko Krogmann. Bei allem Respekt reisen die Schwarz-Gelben aber nach dem Heimsieg gegen Aachen auch mit breiter Brust an. Krogmann: "Wenn wir dem MTV unser Spiel aufzwingen, haben wir gute Chancen, da etwas zu holen." Besonders motiviert wird Aaron Denter sein. Denn der VfB-Schlussmann stand auch schon im Kasten des MTV Rheinwacht Dinslaken.