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Derbysieg für MTV, Heimpleite für Lintfort

Derbysieg für MTV, Heimpleite für Lintfort
Kein Durchkommen für Loes Vandewal & Co. FOTO: Nagraszus
Niederrhein. Handball: Der MTV Rheinwacht Dinslaken hat sein Heimspiel gegen Homberg mit 30:27 gewonnen und beißt sich oben fest. Wölfe dominieren Königshof und die Frauen vom TuS Lintfort kassieren eine bittere Heimklatsche. Von Steffen Penzel

So soll Handball sein. In der bis unters Dach voll gepackten Douvermannhalle lieferten sich der MTV Rheinwacht Dinslaken und der VfB Homberg ein hart umkämpftes, aber nie unfaires Regionalliga-Derby auf Augenhöhe. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Dinslakener Hausherren den umjubelten 30:27-Sieg bescherten. Dabei zeigte der MTV gerade in der ersten Hälfte eine für seine Verhältnisse in dieser Saison eher schwächere Leistung. "Da hatten wir doch einige Unzulänglichkeiten in der Abwehr drin", befand MTV-Trainer Harald Jakobs. Von daher haderte auch VfB-Coach Achim Schürmann nach dem Abpfiff: "Wir hätten mit einer höheren Führung in die Halbzeit gehen müssen. Dass wir hier nicht wenigstens einen Punkt geholt haben, ist schon bitter. Wir waren einfach nicht abgezockt genug." Der MTV, früh geschwächt durch zwei Zwei-Minuten-Strafen gegen Dennis Backhaus, tat sich lange schwer gegen die massive und groß gewachsene Homberger Abwehr um Mirko Krogmann und Marius Brunotte. Und in der Abwehr bekamen die Hausherren die linke Homberger Angriffsseite mit Mirko Szymanowicz und Marc Pagalies überhaupt nicht unter Kontrolle. Jakobs: "Wir haben Mirko leider gar nicht gut im Griff gehabt. Und auch von Linksaußen Marc Pagalies immer viel zu viel Platz zum Wurf gelassen. Dazu haben wir vorne nicht wirklich intelligent gespielt." Es dauerte auch bis zur zweiten Hälfte, ehe Max Reede aus dem Rückraum ins Rollen kam. Ein weiterer ganz wichtiger Faktor war Fabian Gorris, der gerade in Durchgang zwei Verantwortung übernahm und sechs Treffer aus dem Rückraum erzielte. "Fabian hat seine Sache richtig gut gemacht und in ganz wichtigen Phasen ganz wichtige Tore für uns erzielt", gab es ein Sonderlob vom Coach. Am Ende stand das Match auf des Messers Schneide. Und der MTV, mit dem Selbstbewusstsein des Tabellenzweiten ausgestattet, erkämpfte sich am Ende die recht glücklichen, aber sicherlich nicht unverdienten Punkte. Der MTV muss am Samstagabend, 19.15 Uhr, in Opladen ran, die Homberger empfangen am Sonntagnachmittag, 16 Uhr Erich-Kästner-Gesamtschule, die SG Ratingen.

Einen nie gefährdeten 35:24-Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Königshof fuhren die Wölfe Nordrhein ein. Dabei kam die Mannschaft von Alex Tesch hauptsächlich übers Tempo. Bereits nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit vier Toren in Front. Der Sieg für die Wölfe, bei denen Don Singh Toor und Yannick Kamp mit neun und acht Toren heraus stachen, geriet nie in Gefahr. "Wir haben konsequent die erste und zweite Welle gespielt und ein gutes Spiel abgeliefert", freute sich Wölfe-Coach Alex Tesch über den wichtigen Sieg. Samstagabend, 18 Uhr, müssen die Wölfe bei der HSG Siebengebirge, Tabellenvorletzter, ran. Tesch: "Und da wollen wir nachlegen und noch ein VierPunkte-Spiel gewinnen."

Gar nicht gut lief es für den TuS Lintfort am Wochenende. Eigentlich sollte gegen den VfL Waiblingen ein Heimsieg für den Zweitligisten her, stattdessen gab es die bisher schwächste Saisonleistung und eine empfindliche 24:36-Klatsche für die TuS-Frauen in der gut besetzten Sporthalle an der Eyller Straße. Dementsprechend bedient war Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Abpfiff. "Was wir geboten habe war schon eine Zumutung für unsere treuen Fans. Wir waren teilweise gar nicht anwesend und haben alle Ansagen über Bord geworfen." Damit steckt der TuS im unteren Tabellenbereich fest, während sich die Gäste im sicheren Mittelfeld der 2. Bundesliga wiederfinden. Lintfort begann das Spiel mit zahlreichen Fehlern und einer viel zu passiven Abwehr, was der VfL konsequent mit einfachen Toren aus dem Rückraum ausnutzte. Über ein schnelles 5-1 setzen sich die Waiblingerinnen immer weiter ab und führten bereits zur Pause uneinholbar mit 19-11 Toren. Für den TuS gilt es nun, den Abwärtstrend der vergangenen Wochen zu stoppen und wieder in die Spur zu finden.

(Niederrhein Verlag GmbH)