| 11.25 Uhr

MTV schlägt Ratingen, die Wölfe den TuS Opladen. Homberg bringt Punkt aus Rheinbach mit.
Der Aufsteiger mischt die Liga auf

MTV schlägt Ratingen, die Wölfe den TuS Opladen. Homberg bringt Punkt aus Rheinbach mit.: Der Aufsteiger mischt die Liga auf
Aufsteiger MTV Rheinwacht ist aktuell Tabellendritter in der Handball-Regionalliga. FOTO: Volker Nagraszus
Niederrhein. Regionalliga-Neuling MTV Rheinwacht Dinslaken schlägt den haushohen Favorit aus Ratingen. Auch die Wölfe feiern einen Erfolg. Angeschlagene Homberger erkämpfen sich Punkt in Rheinbach. Von Steffen Penzel

Mit einer starken Mannschaftsleistung hat der Aufsteiger MTV Rheinwacht Dinslaken sein Heimspiel gegen die haushoch favorisierten Ratinger mit 30:27 gewonnen und sich den dritten Tabellenplatz geangelt. Mit gleich drei mazedonischen Nationalspielern im Kader und dem höchsten Etat der Liga angereist, hatten sich die Ratinger ihren Auftritt beim kleinen MTV Rheinwacht vermutlich anders vorgestellt. Lange Zeit sah es so aus, als würden die Ratinger mit Champions League-Sieger Petre Angelov im Kasten die Pflichtaufgabe packen. Aber die Hausherren, von ihren euphorischen Fans gewohnt frenetisch unterstützt, ließen sich einfach nicht abschütteln. Am Ende von packenden 60 Minuten setzte sich Teamgeist gegen individuelle Klasse durch. Als das 30:27 eingetütet war, gab es standing ovations und ein Geburtstagsständchen für MTV-Coach Harald Jakobs, der sich natürlich sehr über das ganz besondere Geburtstagsgeschenk seiner Truppe freute.

Nichts für schwache Nerven war auch der Auftritt des VfB Homberg beim heimstarken TV Rheinbach. Die Rheinbacher, die mit Rene Lönenbach den wohl besten Mittelmann der Liga in ihren Reihen haben, warfen mit dem Schlusspfiff durch eben jenen Lönenbach das 27:27. Doch die Enttäuschung über den unglücklichen Schlussakt hielt sich bei VfB-Trainer Achim Schürmann in Grenzen. "Klar war das am Ende unglücklich. Aber mit dem einen Punkt können wir aufgrund der personellen Voraussetzungen gut leben." Denn die Gelb-Schwarzen waren ziemlich angeschlagen in Rheinbach aufgeschlagen. Aber der erkältete Andreas Wink biss, wie auch Sven Upietz, auf die Zähne und traf gleich acht Mal für seine Farben. Und auch Mirko Szymanowicz überzeugte im Angriff mit sechs Toren. Als nächstes empfängt der VfB Aufsteiger Aachen am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Erich-Kästner-Gesamtschule zum Heimspiel.

Den ersten Sieg der jungen Saison haben die Wölfe Nordrhein eingefahren. Im Heimspiel gegen den hoch eingeschätzten TuS Opladen setzten sich die Duisburger am Ende souverän und ungefährdet mit 30:23 durch. Beste Torschützen im Wolfsrudel: Julian Kamp und David Kryzun, die jeweils sechs Mal in die Maschen trafen. Wölfe-Trainer Alex Tesch freute sich, dass sich seine Jungs "endlich für die harte Arbeit der vergangenen Wochen" belohnt hätten. Am Samstag müssen die Wölfe zum Ligaprimus nach Bonn. Für Tesch, der sein junges Team auf einem guten Weg sieht, aber kein Grund zur Sorge. "Bonn liegt uns. Auch da ist was drin für uns."