| 10.42 Uhr

Vfb Homberg und Wölfe Nordrhein starten in die Regionalliga-Saison
Alles für den Klassenerhalt

Vfb Homberg und Wölfe Nordrhein starten in die Regionalliga-Saison: Alles für den Klassenerhalt
Auch auf die wichtige Achse Mirko Szymanowicz und Marius Brunotte wird es in dieser Spielzeit beim VfB Homberg wieder ankommen. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. So viel steht fest: Es wird sowohl für den VfB Homberg als auch für die Wölfe Nordrhein schwer in der anstehenden Handball-Regionalliga-Saison. Thomas Molsner und seine Wölfe sind nach diversen Abgängen in der Underdog-Rolle. Achim Schürmann will seinem Team noch mehr Struktur verordnen und hofft auf einen gesicherten Mittelfeldplatz. Von Steffen Penzel

Der VfB Homberg startet am kommenden Sonntag gegen den Aufsteiger HSG Siebengebirge in die Saison. Coach Achim Schürmann freut sich, auch handballmäßig wieder zurück in Duisburg zu sein. Fünf Jahre ging es teilweise fünf Mal die Woche Richtung Aldekerk - das ist nun passé. "Im absolut Guten" sei man beim TVA auseinander gegangen, betont Schürmann. "Es hat riesigen Spaß gemacht und wir kamen alle gut miteinander aus. Aber es war einfach an der Zeit etwas Neues zu machen." Dieses "Neues" ist der VfB Homberg. Und mit dem hat Schürmann nur ein einziges Ziel: "Wir wollen am Ende der Saison mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen und nicht absteigen. Das ist alles, was für uns zählt." Und das wird schon schwierig genug, weiß Schürmann. Denn die Liga ist, nicht alleine durch die beiden Absteiger Ratingen und Langenfeld stark besetzt. "Ratingen, Langenfeld und Aldekerk werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Und Köln-Wahn, Bonn und Opladen wohl auch nicht." Daran sehe man ja schon, wie eng es dann im Abstiegskampf zugehen wird. Beim Projekt Klassenerhalt tatkräftig mithelfen sollen die vier Neuzugänge Nikolai Lenz, Domenic Gatza, Marc Pagalies und Jonas Rennings. Und auf alle hält Schürmann große Stücke. "Das sind alles Jungs, die uns kurz- und langfristig helfen werden."

Mit Marc Pagalies, der als gelernter Linksaußen aber auch im Rückraum aushelfen soll und Abwehrspezialist Nikolai Lenz sind drittligaerfahrene Routiniers an Bord. Dazu kommt mit Jonas Rennings ein "quirliger, talentierter Kreisläufer, der das genaue Gegenteil vom großen Marius Brunotte ist und damit gut ins Team passt", so Schürmann. Große Stücke hält Schürmann nach der Vorbereitung bereits auf Youngster Domenic Gatza, der nicht nur wegen der Verletzung Dominik Gernand auf Rechtsaußen gesetzt ist. "Der zieht richtig dran und beißt sich durch. Außerdem hat er den Vorteil, dass er wegen Dominiks Verletzung gerade viel spielen und Selbstvertrauen tanken kann." Was das Training angeht, sieht Schürmann seine Truppe auf einem guten Weg. "Alle haben Bock und ziehen dran." Momentan gehe es primär darum, dem VfB-Spiel mehr Struktur in Abwehr und Angriff zu vermitteln. "Wir wollen weniger Zufallshandball und mehr Strukturhandball spielen."

Vor einer herausfordernden Spielzeit stehen die Wölfe Nordrhein. Und mit der Auswärtspartie in Königshof am kommenden Samstag geht's auch gleich in die Vollen. Mit Alex Tesch geht der Abwehrchef in seine zweite Saison bei den Wölfen. In der Angriffs-Mitte gesetzt sein wird Lukas Plaumann, der dem Wölfe-Spiel Ruhe und Struktur verleihen soll. Neben ihm spielt Sebastian Schneider. Trainersohn Max Molsner kann flexibel im Rückraum eingesetzt werden. Da soll auch Yannick Kamp, eigentlich auf Außen gesetzt, Akzente setzen. "Wir müssen in dieser Saison auch mal Unorthodoxes ausprobieren und unsere Gegner überraschen", sagt Thomas Molsner, der natürlich weiß, dass es für seine junge Truppe, die nach den letzten Aderlässen, wie dem plötzlichen Abgang von z.B René van Deventer und dem Karriereende von Nico Biermann, mit A-Jugendlichen aufgefüllt wird, in dieser Spielzeit ganz schwer wird. "Der Ausfall von Nico ist für uns quasi nicht zu kompensieren. Wir haben nun mal nicht die Möglichkeiten wie andere Teams in der Liga. Aber Kopf in den Sand stecken gilt nicht. Wir brauchen noch ein wenig Anlaufzeit, wollen uns aber nicht unter Wert verkaufen und aus den gegebenen Mitteln das Maximale herausholen. Wenn wir von Ich bin guten Mutes", gibt sich Molsner zuversichtlich und kämpferisch.

Für positive Akzente auf Außen sorgten zuletzt die Neuzugänge Sam und Don Singh Toor. "Die beiden machen einen hervorragenden Eindruck, passen gut ins Team und lassen hoffen, dass sie die Abgänge kompensieren können."

Die Liga hält Molsner, wie auch auch sein Kollege Schürmann, für stärker als in der Vorsaison. "Durch die beiden starken Auf- und Absteiger ist die Liga nochmal aufgewertet worden. Der Wölfe-Coach ist sich sicher, dass es in ganz vielen Partien eng zugehen wird. "Und da entscheiden dann Kleinigkeiten wie die Tages

form."

(Niederrhein Verlag GmbH)